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Angriff mit Dönermessern: Haftbefehl gegen vier Syrer nach Attacke in der Eisenbahnstraße

Angriff mit Dönermessern: Haftbefehl gegen vier Syrer nach Attacke in der Eisenbahnstraße

Die Entscheidung fiel erst am späteren Abend: Nach dem bewaffneten Sturmangriff auf das Wohnhaus einer irakischen Familie schickte der Ermittlungsrichter am Dienstag vier Syrer (24, 26, 29, 31) hinter Gitter.

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Polizeibeamte in der Eisenbahnstraße: Nach den erneuten schweren Auseinandersetzungen sind die Streifen verstärkt worden.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde gegen vier Beschuldigte jeweils ein Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gemeinschaftlich versuchten Totschlags in fünf Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in fünf Fällen und wegen schweren Landfriedensbruchs erlassen", teilte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz auf Anfrage der LVZ mit. Sie kamen in Untersuchungshaft, sind bislang nicht vorbestraft.

Nach Erkenntnissen der Ermittler gehörten die vier Männer zu dem Mob, der am späten Sonntagabend das Wohnhaus einer irakischen Familie in der Einertstraße, Ecke Eisenbahnstraße, stürmen wollte. Mit nägelgespickten Zaunlatten und Dönermessern gingen die Angreifer auf ihre Gegner los. Mindestens fünf Menschen seien zum Teil lebensbedrohlich verletzt worden, so die Staatsanwaltschaft.

Polizei ermittelt unter Hochdruck zu Hintergründen

Gegen einen 26-jährigen Syrer wurde der Haftbefehl zudem auch wegen des dringenden Tatverdachts der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung erlassen. Er soll am Sonnabendnachmittag beim Überfall auf den 15-jährigen Sohn der irakischen Familie in der Eisenbahnstraße beteiligt gewesen sein. Wie berichtet, griffen drei Syrer den jungen Ringer an. Bei Recherchen in sozialen Netzwerken erkannte das Opfer später einen der Angreifer wieder – den jetzt inhaftierten 26-Jährigen.

Der Syrer drängte danach darauf, dass die Anzeige gegen ihn zurückgenommen wird. Als sich die Iraker weigerten, eskalierte der Konflikt. Ob der 15-Jährige zuvor die Mutter der syrischen Familie beleidigt hat, wie das aus Ermittlerkreisen verlautete, ist bislang nicht zweifelsfrei geklärt. „Die Ermittlungen zur weiteren Aufklärung des Ablaufs und der Hintergründe der gewaltsamen Auseinandersetzung werden durch Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei mit Hochdruck geführt", so Schulz.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der Leipziger Volkszeitung.

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Frank Döring

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