Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Anklage gegen Leipziger Brandstifter erhoben – 28-Jähriger soll mehrfach gezündelt haben

Anklage gegen Leipziger Brandstifter erhoben – 28-Jähriger soll mehrfach gezündelt haben

Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen Brandstifter aus Leipzig Anklage erhoben. Wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heißt, soll der 28-Jährige Anfang Januar im Stadtteil Volkmarsdorf zweimal dasselbe Mehrfamilienhaus angezündet haben.

Voriger Artikel
Spontandemonstration im Leipziger Osten wegen Zwangsräumung von Berliner Rentnerin
Nächster Artikel
Toter aus dem Cospudener See ist der vermisste Taucher

Ein Bild der Zerstörung bot sich den Brandermittlern am 8. und 9. Januar in der Idastraße.

Quelle: Andr Kempner

Leipzig. Zudem werden ihm zwischen November 2011 und Januar 2012 mehrere Laubenbrände in einer Kleingartenanlage im Leipziger Westen zur Last gelegt. Der Angeklagte, der alle Taten bestreitet, sitzt bereits seit Mitte Januar in Untersuchungshaft.

Aufsehen erregten vor allem die beiden Brände im damaligen Wohnhaus des 28-Jährigen in der Idastraße. In den Mittagsstunden des 8. Januar soll der Angeklagte hier zunächst in den Kellerräumen Feuer gelegt haben. Der Brand konnte gelöscht und die 50 Bewohner des Gebäudes vorerst in Notunterkünften untergebracht werden. Gegen 0.50 Uhr loderten dann erneut Flammen aus dem inzwischen leeren Gebäude, dieses Mal aus einer Wohnung im vierten Stock. Die Feuerwehr rückte wieder an und konnte auch diesen Brand löschen. Allerdings entstand an Gebäude und privaten Gegenständen ein Schaden von mehr als 1,1 Millionen Euro.

Wenige Tage nach den Bränden wurde der 28-Jährige als Tatverdächtiger verhaftet. Die Ermittler werfen ihm seither auch vor, für mehrere Feuer in Gartenlauben verantwortlich zu sein. So soll er als Wachmann in einer Kleingartenanlage im Westen der Messestadt insgesamt sieben Lauben angezündet haben. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von 54.000 Euro. Gegenüber den Ermittlungsbeamten habe der 28-Jährige zudem mehrfach falsche Angaben gemacht, um von seiner eigenen Täterschaft abzulenken, so die Staatsanwaltschaft.

Dadurch stehen nun neben den Vorwürfen über schwere und vorsätzliche Brandstiftung sowie Sachbeschädigung auch das Vortäuschen einer Straftat in der Anklageschrift. Bei einer Verurteilung hat der 28-Jährige eine Gefängnisstrafe zwischen einem und zehn Jahren zu befürchten. Wann die Verhandlung am Landgericht beginnt, ist bisher noch unklar.

mpu

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Leipzig
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Leipziger Ordnungsamt. mehr