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Anschlag auf Leipziger Ausländerbehörde: Kripo prüft Spur nach Berlin

Anschlag auf Leipziger Ausländerbehörde: Kripo prüft Spur nach Berlin

Der massive Angriff auf die Ausländerbehörde in der Prager Straße steht womöglich im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Auseinandersetzung um eine besetzte Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Kreuzberg.

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Am Technischen Rathaus der Stadt Leipzig wurden Fensterscheiben eingeschlagen und mit Farbbeutel n beworfen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Anonyme Einträge bei "Indymedia", einem Internetforum der linken Szene, legen diese Vermutung nahe. Die Stein- und Farbbombenwürfe gegen das Technische Rathaus in Leipzig werden da als "Reaktion auf den Polizeiangriff" in Berlin bezeichnet.

Seit Ende 2012 harren Flüchtlinge, Obdachlose und Roma-Familien in der früheren Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg aus. Vorige Woche eskalierte die Lage, weil es der Verwaltung nicht gelungen war, sämtliche Bewohner zum Umzug zu bewegen. Etwa 40 Männer - sie kommen nach Berichten verschiedener Berliner Medien aus Afrika und haben den Behörden zufolge überwiegend keinen Anspruch auf Asyl - halten das Gebäude besetzt, fordern Bleiberecht.

Seither gibt es nicht nur friedliche Unterstützung für die Besetzer, sondern auch eine ganze Reihe gewaltsamer Aktionen. In einer Chronologie bei "Indymedia" wird unter anderem aufgezählt, dass in Köln eine Autonome Gruppe die Parteizentrale der Grünen mit Farbe attackierte und in Berlin ein "Luxusneubau entglast" sowie Feuer im Kreuzberger Amtsgericht gelegt wurden. In diesem Zusammenhang wird wiederum der Anschlag auf die Leipziger Ausländerbehörde genannt.

Wie berichtet, bewarfen unbekannte Angreifer am vorigen Freitag gegen 2.50 Uhr das Technische Rathaus in der Prager Straße mit Flaschen, Steinen sowie mit Einweggläsern, die mit roter Farbe gefüllt waren. 22 Scheiben auf der Vorder- und Rückseite des Behördengebäudes wurden auf diese Weise beschädigt oder sogar komplett zerstört. Weil die Schäden vor allem an der Ausländerbehörde verursacht wurden, ging die Stadtverwaltung bereits am Morgen danach von einem gezielten Anschlag aus.

Die Polizei wertet gegenwärtig noch die Aufnahmen der Überwachungskameras aus, auf denen acht vermummte Chaoten zu sehen sind. Konkrete Hinweise auf mögliche Täter gebe es bislang aber noch nicht, hieß es gestern. Ein möglicher Zusammenhang des Anschlags mit der Auseinandersetzung um die besetzte Flüchtlingsunterkunft in Berlin werde angesichts der anonymen Einträge im Internet nun in die Ermittlungen einbezogen. "Es wird geprüft, ob die Motivlage passt", so ein Beamter. Ein politischer Hintergrund war schon kurz nach der Tat angenommen worden, weshalb auch der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen hat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2014

Döring, Frank

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