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Anti-Terror-Übung mit Schreien und Schüssen

Leipziger Hauptbahnhof Anti-Terror-Übung mit Schreien und Schüssen

Simulation im Leipziger Hauptbahnhof: Mehr als 700 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn proben den Ernstfall.

Terrorübung in der Nacht zu Mittwoch am Leipziger Hauptbahnhof.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ausnahmezustand am Dienstagabend am Leipziger Hauptbahnhof – wenn auch ein Geplanter. Von 22 bis 4 Uhr wurde der für Mitteldeutschland äußerst wichtige Verkehrsknotenpunkt von mehreren Hundert Einsatzkräften aller Einsatzbereiche belagert: Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn führten in der Nacht zu Mittwoch eine groß angelegte Übung durch. Das Szenario: ein Terroranschlag in Leipzig.

Rauch, Leute liegen am Boden, simulierte Explosionen: Das war die Terror-Übung am Leipziger Hauptbahnhof am Dienstagabend. Das Szenario sollte so realistisch wie möglich sein, der Bahnverkehr jedoch sollte weiterlaufen.

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Schon ab 20 Uhr wurde die Ostseite des Gebäudes dafür abgeriegelt. „Insgesamt waren mehr als 500 Personen an der Übung beteiligt, darunter auch eine Handvoll Beobachter und über 200 Bundespolizisten, die als Statisten agierten“, erklärte Christian Meinhold, der Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna.

Übung dauert von 22 bis 4 Uhr

„Das Ganze sollte so authentisch wie möglich wirken." Dazu gehörten auch Schreie und Schussgeräusche; Anwohner und Gäste der nahen Hotels wurden deshalb vorab über die Übung informiert. Die vorübergehende Störung der Videoüberwachung auf dem Hauptbahnhof durch die jüngste weltweite Hacker-Attacke wurde für die Simulation behoben. „Es gibt drei Durchgänge mit einer Dauer von jeweils einer Stunde. Das Szenario blieb stets gleich, die Einsatzkräfte haben aber jeweils andere Positionen und Aufgaben übernommen“, teilte Meinhold mit. „Bundesweit war das die erste Übung, die in diesem Umfang im Herzen einer Großstadt durchgeführt wurde.“

Das Besondere: Im Fokus standen nicht Spezialeinheiten, sondern jene Einsatzkräfte, die im Falle eines solchen Szenarios tatsächlich zuerst vor Ort sind. Außerdem reisten Polizeiführer aus ganz Deutschland nach Leipzig, um Lehren für die eigene Direktion ziehen zu können. Meinhold: „Das ist alles andere als eine Routine-Übung, Fehler gehören also dazu.“ Im Laufe des Dienstags will die Bundespolizei über die Ergebnisse und Erkenntnisse informieren.

Christian Neffe

Hauptbahnhof Leipzig 51.345472 12.381576
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