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Antisemitische Schmiererei auf der Leipziger Eisenbahnstraße

Davidstern auf Schaufenster Antisemitische Schmiererei auf der Leipziger Eisenbahnstraße

Unbekannte haben auf mehrere Schaufenster eines Gebäudes in der Leipziger Eisenbahnstraße unter anderem das Wort "Jude" und einen Davidstern gesprüht.

Die antisemitische Schmiererei auf der Eisenbahnstraße.

Quelle: André Kempner

Leipzig. An einer Häuserzeile im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf haben Unbekannte ein offenbar antisemitisches Graffito hinterlassen. Die Schmiererei auf dem westlichen Teil der Eisenbahnstraße erstreckt sich über mehrere Schaufenster eines sanierungsbedürftigen Gebäudes hinweg und beinhaltet unter anderem die Worte „Jude“, „Rolex“, „Schindlers Liste“ und einen angedeuteten Davidstern. Bisher ist unklar, wann das Graffito entstanden ist. Die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Die Schmiererei erinnert an den antisemitischen Boykott und die Attacken auf jüdische Händler nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Am 1. April 1933 marschierten landesweit bewaffnete Einheiten der Nazis vor jüdischen Geschäften auf, forderten „Deutsche! Wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden!“ und beschmierten die Schaufenster der Geschäfte mit Davidsternen. Der Boykott-Aufruf war Auftakt für die Hetz-Jagd der Nationalsozialisten auf alle Mitbürger jüdischen Glaubens die im Holocaust mit sechs Millionen ermordeten Juden gipfelte.

Auch an einer Berufsschule in Leipzig-Heiterblick sind am Donnerstagmorgen rechte Schmierereien aufgetaucht. Die Polizei sucht Zeugen.

mpu

Quelle: André Kempner

 

 

 

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