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Arbeitsagentur Leipzig nach Anschlag wieder geöffnet – Akten verbrannt

Büros und Lager zerstört Arbeitsagentur Leipzig nach Anschlag wieder geöffnet – Akten verbrannt

Trotz Zerstörungen in Büros und Lagerräumen durch einen Brandanschlag in der Silvesternacht geht der Betrieb in der Arbeitsagentur Leipzig regulär weiter. Das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der Polizei hat die Ermittlungen übernommen.

Polizeiticker (Symbolbild)
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Trotz des Brandanschlags zu Silvester auf das Gebäude von Arbeitsagentur und Jobcenter in Leipzig-Möckern geht der Betrieb regulär weiter. Wie die Behörde am Montag mitteilte, können die Bürger die gewohnten Öffnungszeiten nutzen und auch den telefonischen Service erreichen. Inzwischen hat das auf extremistische Straftaten spezialisierte Operative Abwehrzentrum (OAZ) den Fall übernommen. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, so Sprecherin Kathleen Doetsch gegenüber LVZ.de. Eine politische Motivation der Tat sei nicht auszuschließen.

Unbekannte hatten in der Silvesternacht Scheiben zerstört und Brandbeschleuniger in das Gebäude geworfen. Fünf Büros, ein Lager und ein Sozialraum des Jobcenters Leipzig seien stark beschädigt worden. Dabei seien auch Kundenakten verbrannt, so Arbeitsagentur-Sprecher Hermann Leistner auf Anfrage von LVZ.de.

Viele Daten elektronisch gesichert

Ob Jobcenter-Kunden deshalb möglicherweise Unterlagen nachreichen müssen, ist noch nicht klar. Viele Daten seien elektronisch gesichert, so Leistner. Derzeit seien Mitarbeiter mit einer Bestandsaufnahme beschäftigt, welche Dokumente verbrannt sind. Der Sachschaden könne aber noch nicht beziffert werden.

Offenbar muss aber niemand Angst haben, dass Leistungen des Jobcenters wegen zerstörter Akten nicht erbracht werden. „Wir werden alles so organisieren, dass es nicht zu Holpereien bei der Leistungsgewähr kommt“, versicherte Leistner. „Der Anschlag ist ein Angriff auf das soziale Sicherungssystem in der Stadt Leipzig und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, verurteilte Simone Simon, Geschäftsführerin des Jobcenters, am Montag den Brandanschlag.

Um 0.22 Uhr am Neujahrsmorgen sprang der Brandalarm in dem Gebäude an der Georg-Schumann-Straße an. Bereits gegen 0.30 Uhr war die Feuerwehr vor Ort und löschte die Flammen. Die Kriminaltechniker der Polizei haben im Laufe des Neujahrstags Spuren gesichert und ermitteln.

Von lyn

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