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Arbeitsreiches Wochenende: Leipzigs Polizei erwartet fünf Großeinsätze

Arbeitsreiches Wochenende: Leipzigs Polizei erwartet fünf Großeinsätze

Die Polizei in Leipzig bereitet sich erneut auf ein ereignisreiches Wochenende vor. Am Sonnabend hat die NPD im Stadtteil Schönefeld eine Kundgebung gegen die Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Fechner-Gymnasium angemeldet.

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Die Polizei in Leipzig bereitet sich erneut auf ein ereignisreiches Wochenende vor.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Die Hells Angels feiern in ihrem Clubhaus an der Dessauer Straße ihre traditionelle Nikolaus-Party mit Gästen aus ganz Europa.

Am Sonntag müssen die Beamten dann die beiden zeitgleich angesetzten Fußballspiele vom 1. FC Lok gegen Babelsberg 03 und Chemie Leipzig gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Lok absichern. Hinzu kommt ein Fanmarsch der Babelsberger vom Bahnhof Connewitz zum Bruno-Plache-Stadion.

Auf die Ordnungshüter kommt damit innerhalb von zwei Wochen ein weiterer Großeinsatz in der Messestadt zu. Zuletzt bestimmten die Einsatzkräfte beim Spiel von RB Leipzig gegen Hansa Rostock das Stadtbild. Mehr als 1500 Beamte, unterstützt von der Bundespolizei und Kräften aus Niedersachsen, waren da auf den Beinen. Einige Ordnungshüter stöhnen bereits: Für derartig viele Anforderungen reiche das Personal kaum noch aus.

Babelsberger Fans demonstrieren in Leipzig gegen Rechts

In Babelsberg regte sich Unmut über die 300 zugebilligten Karten. „Bei attraktiven Spielen fahren bei uns oft 600 bis 700 Anhänger mit“, sagte Alexander Bosch vom Fanprojekt der Potsdamer. Vor allem auswärtige Fans, die wegen des Berufs oder des Studiums nicht mehr in Brandenburg wohnen, fühlten sich benachteiligt. Einige, so Bosch, wollen das Spiel sogar boykottieren. Am Mittwoch hatte der Fanshop knapp 100 Tickets abgesetzt.

Nach der gemeinsamen Anreise per Zug wollen die Babelsberger ein Zeichen gegen Rechtsextremismus im Stadion setzen. Um 10 Uhr ist deshalb eine Kundgebung am Connewitzer Bahnhof mit anschließendem Fanmarsch nach Probstheida vorgesehen. Angemeldet hat die Demonstration eine Einzelperson aus Berlin. Leipzig sei als Ort nicht zufällig gewählt worden, bestätigte Bosch. Das Hinspiel in Babelsberg hallt noch immer nach. Damals hatte Besucher im Fanblock des 1. FC Lok lautstark rechtsradikale Parolen gegrölt mit Sympathiebekundungen für den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und Beate Zschäpe. Lok verbannte daraufhin die Gruppe „Scenario“ aus seinem Stadion. „Wir erkennen an, dass dort etwas passiert ist“, so Bosch.

Anhänger von St. Pauli kündigen ihr Kommen an

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Ausschreitungen beim Spiel zwischen dem SV Babelsberg und Lok Leipzig: Fans beider Lager gingen im August im Stadion aufeinander los.

Quelle: MAZ Online

Die Vereine untereinander pflegen ein ganz normales Verhältnis. „Wir haben mit Lok keine Probleme“, bestätigte der Babelsberger Marketingchef Thoralf Höntze. Er hoffe, dass am Sonntag alles ruhig bleibe. Trotz der vorsichtigen Annäherung bleibt die Polizei wachsam.

Beamte befürchten, dass Trittbrettfahrer und Unterstützer den Fanmarsch ausnutzen könnten. In Foren wurden bereits Anhänger des FC St. Pauli in Leipzig angekündigt. Fanbetreuer Alexander Bosch glaubt nicht daran. Zwar spielten die Hamburger am Freitag in Aue und würden dabei auch von rund 40 Babelsberger unterstützt. „Danach fahren alle wieder nach Hause, auch wenn es im Erzgebirge schöne Weihnachtsmärkte gibt“, so Bosch. Der 03-Tross wolle am Sonntag gemeinsam mit dem Zug nach Leipzig aufbrechen, um sich als starke Gruppe präsentieren.

Matthias Roth

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