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Polizeiticker Leipzig Autodiebe nehmen Parkplätze am Leipziger Flughafen ins Visier
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Autodiebe nehmen Parkplätze am Leipziger Flughafen ins Visier
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14:55 16.09.2014
Immer wieder kommt es am Flughafen Leipzig-Halle zu Diebstählen hochwertiger Pkw. Quelle: dpa
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Leipzig

Betroffen sind vor allem höherwertige Fahrzeuge. Die Soko „Kfz“ des sächsischen Landeskriminalamts (LKA) geht davon aus, dass professionelle Banden am Werk sind und empfiehlt Autobesitzern, den Dieben mit dem Einbau spezieller Technik das Leben schwer zu machen. 

Erst am Wochenende schlugen die Täter erneut zu: Diesmal hatten es die Unbekannten auf einen schwarzen 5er BMW (Kennzeichen: EIC – WH 304) sowie einen schwarzen Ford Focus S-Max (SAD – MP 288) abgesehen. Die beiden Fahrzeuge mit einem Zeitwert von 33.000 Euro waren Ende August auf den Parkplätzen am Terminalring sowie am Freirodaer Straße abgestellt worden. Als die Besitzer am Sonntagabend zurückkehrten, waren die Autos verschwunden. 

Täter knacken Autos und lösen Parkticket 

„Der Leipziger Flughafen hat sich beim Autodiebstahl zu einem Schwerpunkt entwickelt“, bestätigt LKA-Sprecher Tom Bernhardt auf Anfrage von LVZ-Online. Aufgrund der Größe der Abstellflächen und der Menge an hochwertigen Fahrzeugen seien die Parkplätze „wie ein Paradies“ für die Täter. In der Urlaubszeit schossen die Zahlen rapide in die Höhe: Rund 15 Fahrzeuge, vor allem der Marken BMW und Audi, wurden in den vergangenen zweieinhalb Monaten gestohlen. Der Schaden beläuft sich auf über eine halbe Million Euro. 

Das Vorgehen der Diebe ist laut LKA meist identisch: Sie brechen die Fahrzeuge auf und manipulieren die Elektronik. Anschließend fahren sie mit einem legal gekauften Parkticket durch die Schranke – ohne, dass es jemand bemerkt. Dabei werden die insgesamt 5000 kostenpflichtigen Parkplätze, davon 2000 im Parkhaus, rund um die Uhr von Kameras und Streifen überwacht. „Das schreckt die Täter aber offenbar nicht ab“, konstatiert Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart. Hundertprozentige Sicherheit gebe es auch in einem gesicherten Parkhaus nicht. „Hier sind hochkriminelle Banden am Werk. Gegen derartige Täter kann man wenig machen“, so Schuhart. 

LKA empfiehlt zusätzliche Wegfahrsperren

Obwohl von einigen Diebstählen Videoaufnahmen vorliegen, die auch die Diebe zeigen, konnten die Ermittler bislang keinen der Täter fassen. Die Videos seien teilweise so unscharf, dass keine Identifizierung möglich sei. „Großes Problem ist auch, dass die Autobesitzer meist zwei Wochen im Urlaub sind und der Diebstahl erst spät bemerkt wird“, so Bernhardt. Spuren seien dann kaum noch vorhanden. Das LKA vermutet, dass internationale Autoschieberbanden die Fahrzeuge nach Polen und Tschechien bringen, wo sie anschließend weiterverkauft werden.  

Um sein Fahrzeug zu sichern, empfehlen die Ermittler den Einbau einer Diebstahltechnik, die über den serienmäßigen Schutz hinausgeht. „Gewisse Täterkreise sind mittlerweile in der Lage, die eingebauten Wegfahrsperren zu umgehen“, so Bernhardt. Schon eine einfache Lenkradsperre oder ein elektronischer Unterbrecher könne die Diebe stoppen. Die Täter würden meist den Aufwand scheuen, diese zu knacken. So scheiterte in zwei Fällen der Diebstahl am Flughafen. „Die Täter konnten schlicht nicht wegfahren“, berichtet der LKA-Sprecher.

Robert Nößler

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