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Auto rast in Leipziger Straßenbahn-Haltestelle – vier Verletzte

Am Neuen Rathaus Auto rast in Leipziger Straßenbahn-Haltestelle – vier Verletzte

Am Neuen Rathaus in Leipzig hat sich am Freitagvormittag ein schwerer Unfall ereignet. Laut Augenzeugen verlor ein Autofahrer auf Höhe der Straßenbahn-Haltestelle die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste in den Haltepunkt. 

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Wenige Meter vom Neuen Rathaus in Leipzig entfernt ist am Freitagvormittag ein Autofahrer in eine Straßenbahn-Haltestelle gerast. Das Fahrzeug geriet gegen 9.30 Uhr in den baulich abgetrennten Haltepunkt auf der Karl-Tauchnitz-Straße hinein, kollidierte mit einem der Wartehäuschen und verletzte drei Wartende zum Teil schwer. Erst nach Durchbrechen der Haltestellen-Begrenzung kam das Fahrzeug auf der Straße zum Stehen. Der 53-jährige Autofahrer selbst erlitt leichte Verletzungen.

Wie Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ.de erklärte, könne ausgeschlossen werden, dass der Mann vorsätzlich handelte. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 53-Jährige vom Peterssteinweg kommend links auf den Martin-Luther-Ring abgebogen. „Laut seiner ersten Aussage bemerkte er in diesem Moment gesundheitliche Probleme, konnte den weiteren Verlauf der Ereignisse aber nicht mehr schildern“, so Voigt weiter.

Sicher ist: Das Fahrzeug fuhr mit hoher Geschwindigkeit über die Kreuzung zwischen Luther-Ring und Harkortstraße hinweg in Richtung Karl-Tauchnitz-Straße und geriet in den zentral gelegenen Bereich der Haltestelle hinein. Der Pkw raste in das Wartehäuschen auf stadteinwärtiger Seite.

Ein dort wartender 76-Jähriger, eine schwangere 27-Jährige und eine 34-Jährige konnten sich nicht retten, wurden vom Auto und umherfliegenden Teilen erfasst. Der Rentner und die Schwangere erlitten leichte Blessuren, die dritte Frau musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Zu ihrem aktuellen Zustand ist nichts bekannt.

In der Leipziger Innenstadt ist am Freitagvormittag ein Autofahrer in eine Straßenbahn-Haltestelle gerast. Dabei wurden vier Menschen verletzt, eine Person schwer. 

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Straßenbahnfahrerin verhindert Zusammenstoß

Zum Zeitpunkt der Kollision fuhr zudem eine Straßenbahn der Linie 2 aus Richtung Friedrich-Ebert-Straße in die Haltestelle ein. „Geistesgegenwärtig konnte die Fahrerin der Bahn aber noch rechtzeitig bremsen und einen Zusammenstoß verhindern“, sagte der Polizeisprecher. Die Fahrgäste in der Straßenbahn blieben unverletzt. Stattdessen fuhr der Pkw in das Geländer der Haltestelle, zerstörte dieses auf mehreren Metern Länge und kam letztlich auf der Karl-Tauchnitz-Straße zum Stehen.

Die Haltestelle der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wurde bei dem Unglück schwer beschädigt. Als die Rettungskräfte eintrafen, war das Wartehäuschen teilweise bereits in sich zusammengestürzt. Zur Gesamthöhe des entstandenen Schadens ist bisher noch nichts bekannt.

Aufgrund der Bergungsarbeiten musste der gesamte Haltestellenbereich für mehr als vier Stunden abgesperrt werden. Wie die LVB mitteilten, wurden die Linien 2, 8, 14 und 89 umgeleitet, ebenso der Schienenersatzverkehr der Linie 16. Nicht betroffen vom Unglück war die Haltestelle der Linie 9. Zudem musste auch die stadteinwärtige Straßenseite der Karl-Tauchnitz-Straße für Bergungsarbeiten zeitweise voll gesperrt werden.

Gegen den 53-jährigen Unfallverursacher wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zuge eines Verkehrsunfalls aufgenommen.

Matthias Puppe / Robert Nößler

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