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Polizeiticker Leipzig Balkon stürzt nach Brand ein – acht Verletzte und eine tote Katze
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Balkon stürzt nach Brand ein – acht Verletzte und eine tote Katze
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16:10 08.02.2016
Acht Verletzte, eine tote Katze und ein eingestürzter Balkon sind die verheerende Bilanz eines Wohnungsbrandes im Leipziger Osten. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Ein Wohnungsbrand hat am frühen Montagmorgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr im Leipziger Osten gesorgt. Bei dem Feuer wurden mehrere Menschen verletzt, eine Katze kam in den Flammen ums Leben. Weil ein Balkon einzustürzen droht, ist die Senefelderstraße vorerst gesperrt.

Der Brand war gegen 5.15 Uhr in der dritten Etage eines Wohnhauses ausgebrochen. Die anrückenden Rettungskräfte sahen, wie ein Balkon vollkommen in Flammen stand. Sie konnten alle Bewohner in Sicherheit bringen. Sieben Personen wurden allerdings mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in Leipziger Krankenhäuser gebracht. Nach den Löscharbeiten fanden die Kameraden noch eine Katze, für die jede Hilfe zu spät kam.

Wegen der Hitze schmolzen Teile eines Balkons in der vierten Etage weg, die Stützkonstruktion gab nach. Daraufhin brach der Vorbau ein und stürzte ein Stockwerk nach unten, wo er den Balkon der brennenden Wohnung beschädigte. Durch herabfallende Teile wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt.

Nach der aktuellen rechtlichen Lage ist in Sachsen kein besonderer Brandschutz für Balkone vorgeschrieben. „Die sächsische Bauordnung verlangt hier keinen Feuerwiderstand“, erklärte Marco Schmöller, der sich mit seinem Leipziger Ingenieurbüro auf Brandschutz spezialisiert hat, gegenüber LVZ.de. Dass ein Balkon bei einem Feuer wie am Montagmorgen abbricht, komme sehr selten vor.

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Acht Verletzte, eine tote Katze und ein eingestürzter Balkon sind die verheerende Bilanz eines Wohnungsbrandes im Leipziger Osten. Der Feuer war am frühen Montagmorgen ausgebrochen. Wegen Einsturzgefahr prüften Statiker am Vormittag die Stabilität des Vorbaus. Fotos: André Kempner

Am Vormittag prüften Mitarbeiter des Bauordnungsamtes die Stabilität des Gerüstes. Wegen Einsturzgefahr war die Senefelderstraße – eine Nebenstraße der Dresdner Straße – zunächst nicht befahrbar. Wie lang die Sperrung noch gilt und ob das Haus für die Bewohner wieder freigegeben wird, war zunächst unklar. Auch zur Ursache des Brandes und seiner gesamten Ausdehnung lagen noch keine abschließenden Informationen vor.

Von Michael Frömmert

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