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Polizeiticker Leipzig Berufungsprozess gegen Leipziger JVA-Beamten vertagt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Berufungsprozess gegen Leipziger JVA-Beamten vertagt
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07:03 13.09.2018
Die Justizvollzugsanstalt Leipzig an der Leinestraße. Quelle: André Kempner
Leipzig

Der Berufungsprozess gegen einen Bediensteten der Leipziger Justizvollzugsanstalt (JVA) ist – mehr als vier Jahre nach Anklageerhebung – auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Grund: die Erkrankung seines Verteidigers.

Bediensteter seit Jahren suspendiert

Wie berichtet, soll der JVA-Beamte Marcel K. Drogen und Handys in die Haftanstalt geschmuggelt haben. Ihm waren drei Fälle zwischen Ende 2012 und März 2013 zur Last gelegt worden. Unter Missbrauch seiner dienstlichen Stellung soll er allein in einem der Fälle gleich fünf Handys eingeschleust und dafür je Gerät 50 Euro Entgelt erhalten haben. Bereits seit Jahren ist der 40-Jährige suspendiert.

Nach mehrfachen Verzögerungen des Strafverfahrens in erster Instanz sprach ihn das Amtsgericht Anfang 2018 schließlich zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung schuldig, wobei drei Monate als bereits vollstreckt gelten.

Überlange Verfahrensdauer strafmildernd

Der Angeklagte hatte Berufung gegen dieses Urteil eingelegt, sodass am Mittwoch verhandelt werden sollte. Für Marcel K. steht viel auf dem Spiel. So kann ein Beamter seine Beamtenrechte verlieren, wenn er wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr – oder darüber – verurteilt wird. Die überlange Verfahrensdauer wirkt sich strafmildernd aus.

Von S. K.

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