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Betonmischer überrollt Radfahrer: Leipziger Polizei befragt Zeugen zum Unfallhergang

Betonmischer überrollt Radfahrer: Leipziger Polizei befragt Zeugen zum Unfallhergang

Nach dem Unfalltod eines Radfahrers am Donnerstagabend unweit des Leipziger Zoos untersucht die Polizei weiter die Umstände des Unglücks. Wie Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online sagte, soll dabei am Freitag auch ein Zeuge vernommen werden, der die Szenerie auf der Pfaffendorfer Straße von seinem Zweirad aus beobachtet hatte.

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Der tragische Unfall ereignet sich am Donnerstagabend an der Kreuzung Pfaffendorfer Straße / Uferstraße.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. „Der Radfahrer fuhr hinter dem Verunglückten, stand am Donnerstag aber noch unter Schock“, so der Polizeisprecher.  

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte ein Betonmischer den in nördliche Richtung auf einem Radstreifen fahrenden 36-Jährigen gegen 17.30 Uhr beim Abbiegen in die Uferstraße erfasst und überrollt. Die herbeigeeilte Feuerwehr konnte den Radler am Unfallort zwar noch reanimieren, gegen 18.30 Uhr verstarb der Mann dennoch in der Notaufnahme an seinen schweren Verletzungen.  

Warum der 58-jährige Lkw-Fahrer den vorfahrtsberechtigten Radler offenbar nicht rechtzeitig beachtete, ist bisher unklar. Nach Angaben der Polizei funktionierte auch die Beleuchtung am Zweirad tadellos. Der Fahrer des Betonmischers muss sich nun wegen fahrlässiger Tötung verantworten, so der Sprecher weiter.  

Erst im September 2014 war in Leipzig ein Fahrradfahrer durch ähnliche Unachtsamkeit eines Lkw-Fahrers ums Leben gekommen. Damals hatte ein Brummifahrer auf der Berliner Straße im Stadtteil Eutritzsch beim Rechtsabbiegen einen Radler umgefahren und einige Meter mitgeschliffen. Der betroffene 40-Jährige verstarb wenig später im Krankenhaus.  

Im vergangenen Sommer war die Pfaffendorfer Straße vom Innenstadtring bis zur aktuellen Unfallstelle Auslöser verkehrspolitischer Diskussionen in der Messestadt. Unionspolitiker kritisierten die hier vorhandenen starren Radstreifen, weil dadurch Autofahrer beschränkt würden, diese auf die Gleise der Straßenbahn ausweichen müssten und es so verstärkt zu Staus komme.  

Die Leipziger CDU setzte sich deshalb für flexible Radstreifen ein, die auch von Autos befahren werden können. Nach Meinung des AfD-Politikers Jörg Kühne sollten die Radstreifen auf der Pfaffendorfer Straße sogar gänzlich abgeschafft werden. Gegen diese Vorschläge engagierten sich Sozialdemokraten und Grüne.

mpu

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