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Betrüger bitten um Spende und drohen Leipziger mit Mord

Im Zentrum-Südost Betrüger bitten um Spende und drohen Leipziger mit Mord

Der sogenannten Klemmbrettmasche von Betrügern ist am Montag ein Mann zum Opfer gefallen. Er folgte daraufhin der vermeintlichen Spendensammlerin. Dieser sprangen jedoch zwei Männer zu Hilfe und drohten, die Familie des Mannes umzubringen.

Unbekannte haben einen Leipziger betrogen und anschließend bedroht. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Einer Betrugsmasche, die schon aus anderen deutschen Städten bekannt ist, ist am Montagnachmittag ein 48-Jähriger in Leipzig zum Opfer gefallen. Eine Frau bat um eine Spende und floh dann mit dem Geld. Doch nicht nur das: Zwei Männer, die plötzlich mit einem Auto auftauchten, drohten dem Mann und seiner Familie mit Mord. Mit einer Täterbeschreibung sucht die Polizei nun nach den Betrügern.

Um 16.20 Uhr verstaute der Mann in der Straße des 18. Oktober gerade seine Einkäufe im Auto, als ihn eine etwa 23 bis 27 Jahre alte Frau ansprach. Sie bat um Geld „für den Bau einer Integrationseinrichtung für Taubstumme und Menschen mit Behinderung“, wie die Polizei mitteilte. Der Mann spendete fünf Euro, wurde jedoch misstrauisch, als die Frau daraufhin schnell davonlief.

Zwei Männer tauchen auf und bedrohen den Leipziger

Er fand im Internet einen Text über diese sogenannte „Klemmbrettmasche“ und folgte daraufhin der Frau, um sie zu konfrontieren. Es stellte sich heraus, dass die Spendensammlerin entgegen ihrer Behauptung gar nicht taubstumm war, denn sie begann, den 48-Jährigen zu beleidigen. Daraufhin hielt ein Auto neben den Streitenden, zwei Männer sprangen heraus. Sie drohten dem Geschädigten, dessen Familie zu töten. Dann verschwand das Trio mit dem silberner VW Passat, der laut Polizei verbeult war, ein französisches Kennzeichen sowie getönte Heckscheiben hatte und bis zum Dach beladen war.

Der Mann zeigte den Vorfall bei der Polizei an. Die Beamten ermitteln nun wegen Bedrohung, Betrugs und Beleidigung.

Polizei sucht nach den Tätern

Die Spendensammlerin beschrieb der Geschädigte als 23 bis 27 Jahre alt, als 1,62 bis 1,65 Meter groß und von kräftiger Statur. Sie habe ein osteuropäisches Aussehen gehabt, die Haare trug die Frau blond gefärbt und ein wenig länger als schulterlang. Im Ohr hatte sie eine goldfarbene Kreole, an der rechten Hand einen silberfarbenen Ring. Ihre Bekleidung sei dunkel gewesen, sie habe weiße Sportschuhe getragen und eine rote Umhängetasche bei sich gehabt. Gesprochen habe sie nach Polizeiangaben gutes Deutsch, mit Akzent.

Die beiden Männer seien zwischen 23 und 27 sowie zwischen 25 und 30 Jahre alt gewesen. Beide hätten arabisch ausgesehen, schwarze Haare gehabt und seien von schlanker Statur. Zwischen 1,76 und 1,80 Meter groß seien beide von ihnen gewesen, haben gebrochenes Deutsch gesprochen. Der Jüngere habe einen Vollbart und eine Brille mit hellem Rahmen getragen.

Die Polizei warnt vor diesen und ähnlichen Maschen und bittet, freundlich aber bestimmt abzulehnen, wenn man von Spendensammlern auf der Straße angesprochen wird. Im Anschluss solle die Polizei informiert werden. Nicht nur, dass diese Spendensammler den Spendenden ihr Geld entziehen – auch Datenmissbrauch und Adressenhandel sei möglich, wenn man diese Daten in der Liste vermerke.

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