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Betrüger terrorisiert Rentnerin aus Leipzig und ergaunert viel Geld

Betrüger terrorisiert Rentnerin aus Leipzig und ergaunert viel Geld

Tagelang terrorisierte der Unbekannte eine 85-jährige Grünauerin - bis die hochbetagte Dame so entnervt war, dass sie eine verhängnisvolle Unterschrift leistete.

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Immer wieder versuchen Betrüger, per Telefon Geld zu ergaunern.

Quelle: dpa

Leipzig. Ein aktueller Betrugsfall alarmiert die Leipziger Polizei. Denn die Masche der Täter gleicht jenen Methoden, mit denen internationale Banden bundesweit Senioren abzocken.

Es war in der letzten Septemberwoche, als der Anrufer jeden Tag bei der Rentnerin in der Straße am Park anklingelte: Er arbeite für eine Bank und müsse ihr mitteilen, dass zu Lasten ihres Kontos noch eine offene Forderung in Höhe von 1000 Euro vorliege. "Tatsächlich hatte die Dame vor Jahren bei der genannten Firma, von der die offene Forderung stammen solle, einen Vertrag", informierte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf. "Dieser war aber bereits gekündigt."

Gleichwohl sollte die Seniorin diese Forderung begleichen und deshalb einen Brief, den der falsche Sachbearbeiter ihr zusandte, entsprechend ausfüllen. Drei Tage lang widerstand die Rentnerin dem Drängen des Unbekannten. Doch dieser wurde immer fordernder und aggressiver.

Schließlich sah die Frau offenbar keinen anderen Ausweg, füllte den Brief aus, unterschrieb ihn und schickte ihn zurück. Um was für ein Schreiben es sich konkret handelte, ist jetzt Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Klar ist: Die Frau gab damit den Betrügern Zugriff auf ihr Konto. Denn schon wenige Tage später war ein fünfstelliger Betrag abgehoben worden.

Die Betrugsmasche sei für Leipzig recht neu, so die Polizei. Bundesweit häufen sich allerdings vergleichbare Fälle. Demnach betreiben Kriminelle regelrechte Callcenter, von denen aus Rentner im großen Stil terrorisiert werden. 20 Anrufe oder mehr pro Tag sind keine Seltenheit. Dabei wird den Opfern auch mit Inkassoforderungen sowie strafrechtlichen Schritten gedroht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2014

Frank Döring

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