Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Leipzig Betrug beim Autokauf: 29-Jähriger wird in Leipzig überführt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Betrug beim Autokauf: 29-Jähriger wird in Leipzig überführt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:02 12.02.2016
Die Leipziger Polizei mahnt zur Vorsicht beim privaten Verkauf von Autos. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Die Leipziger Polizei mahnt zur Vorsicht beim privaten Verkauf von Autos. Konkreter Anlass ist ein aktueller Fall vom Mittwoch, als ein Betrüger in Schönefeld-Abtnaundorf gestellt werden konnte. Zuvor war eine Verkäuferin tagelang ihrem Geld hinterhergelaufen und hatte schließlich auf eigene Faust nach dem unbezahlten Wagen gesucht.

Ausgangspunkt der Geschichte ist Sankt Egidien, eine Gemeinde im Landkreis Zwickau. Zwei Männer interessierten sich dort für einen Transporter, den die Geschäftsführerin einer Firma zum Verkauf anbot. Beide Parteien einigten sich vertraglich auf einen Preis von gut 14.000 Euro. Einer der beiden Männer, der nach Angaben der Polizei als Wortführer auftrat, wollte jedoch anschließend wegen verdächtiger Motorengeräusche noch einmal über die Summe verhandeln. Die 36-jährige Verkäuferin lehnte dies ab.

Daraufhin gab der 29-Jährige vor, den Wagen schnellstmöglich für einen Transport zu benötigen, und bot eine Anzahlung von 7000 Euro an. Die Frau willigte ein und ließ die beiden Männer davonfahren.

Wenig später meldeten sich die Käufer telefonisch wieder und sagten, dass sich die Geräusche auf dem Weg in die Karpaten verschlimmert hätten und es in Rumänien zu einem Motorschaden gekommen sei. Mit diesem Vorwand weigerten sich die Männer, den kompletten Restbetrag von mehr als 7000 Euro zu begleichen, und wollten in mehreren Telefonaten und Textnachrichten einen Rabatt heraushandeln.

Weil die Verkäuferin nun misstrauisch wurde, bat sie einen ihrer Mitarbeiter in Leipzig darum, Ausschau nach dem Wagen zu halten. Der Käufer hatte immerhin eine Adresse hinterlassen: die Hedwigstraße in Neustadt-Neuschönefeld. Gemeinsam mit einem Kollegen wurde der Mitarbeiter tatsächlich in der Nähe fündig. Der Transporter stand auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der nur einige hundert Meter entfernten Waldbaurstraße.

Die beiden informierten ihre Chefin in Sankt Egidien, die sich umgehend auf den Weg machte, und warteten ab. Wenig später kamen zwei Männer zu dem Transporter. Als die Frau schließlich in Leipzig eintraf und auch die Polizei hinzukam, sahen sich die säumigen Käufer gezwungen, den fälligen Restbetrag zu zahlen.

Die Kriminalpolizei hat ein Betrugsverfahren gegen den 29-Jährigen eingeleitet. Die Beamten gehen davon aus, dass er wiederholt gemeinsam mit anderen Tätern versucht, Fahrzeuge unter Wert zu erlangen.

maf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Weil er mit ihrer Fahrweise nicht einverstanden war, hat ein Rentner am Donnerstag im Leipziger Osten eine junge Frau angegriffen. Der Mann folgte ihr auf einen Parkplatz, riss die Tür auf und griff ihr wütend an den Hals.

12.02.2016

Im Fall des Pferdehof-Mordes von Knauthain ist nun offenbar auch die Tatwaffe gefunden worden. Einem Bericht zufolge haben Taucher zwei Pistolen aus dem Cospudener See geborgen.

12.02.2016

In einem Keller einer großen Lagerhalle in Grünau ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen. Die Kameraden der Feuerwehr mussten mit acht Fahrzeugen zu dem Brand ausrücken.

11.02.2016
Anzeige