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Betrug beim Autokauf: 29-Jähriger wird in Leipzig überführt

Polizei mahnt zur Vorsicht Betrug beim Autokauf: 29-Jähriger wird in Leipzig überführt

Eine 36-Jährige will ihren Transporter verkaufen. Zwei Männer bieten eine Anzahlung von 7000 Euro an und fahren mit dem Wagen davon. Weil sie den Restbetrag schuldig bleiben, macht sich die Verkäuferin auf eigene Faust auf die Suche nach dem Fahrzeug.

Die Leipziger Polizei mahnt zur Vorsicht beim privaten Verkauf von Autos. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Die Leipziger Polizei mahnt zur Vorsicht beim privaten Verkauf von Autos. Konkreter Anlass ist ein aktueller Fall vom Mittwoch, als ein Betrüger in Schönefeld-Abtnaundorf gestellt werden konnte. Zuvor war eine Verkäuferin tagelang ihrem Geld hinterhergelaufen und hatte schließlich auf eigene Faust nach dem unbezahlten Wagen gesucht.

Ausgangspunkt der Geschichte ist Sankt Egidien, eine Gemeinde im Landkreis Zwickau. Zwei Männer interessierten sich dort für einen Transporter, den die Geschäftsführerin einer Firma zum Verkauf anbot. Beide Parteien einigten sich vertraglich auf einen Preis von gut 14.000 Euro. Einer der beiden Männer, der nach Angaben der Polizei als Wortführer auftrat, wollte jedoch anschließend wegen verdächtiger Motorengeräusche noch einmal über die Summe verhandeln. Die 36-jährige Verkäuferin lehnte dies ab.

Daraufhin gab der 29-Jährige vor, den Wagen schnellstmöglich für einen Transport zu benötigen, und bot eine Anzahlung von 7000 Euro an. Die Frau willigte ein und ließ die beiden Männer davonfahren.

Wenig später meldeten sich die Käufer telefonisch wieder und sagten, dass sich die Geräusche auf dem Weg in die Karpaten verschlimmert hätten und es in Rumänien zu einem Motorschaden gekommen sei. Mit diesem Vorwand weigerten sich die Männer, den kompletten Restbetrag von mehr als 7000 Euro zu begleichen, und wollten in mehreren Telefonaten und Textnachrichten einen Rabatt heraushandeln.

Weil die Verkäuferin nun misstrauisch wurde, bat sie einen ihrer Mitarbeiter in Leipzig darum, Ausschau nach dem Wagen zu halten. Der Käufer hatte immerhin eine Adresse hinterlassen: die Hedwigstraße in Neustadt-Neuschönefeld. Gemeinsam mit einem Kollegen wurde der Mitarbeiter tatsächlich in der Nähe fündig. Der Transporter stand auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der nur einige hundert Meter entfernten Waldbaurstraße.

Die beiden informierten ihre Chefin in Sankt Egidien, die sich umgehend auf den Weg machte, und warteten ab. Wenig später kamen zwei Männer zu dem Transporter. Als die Frau schließlich in Leipzig eintraf und auch die Polizei hinzukam, sahen sich die säumigen Käufer gezwungen, den fälligen Restbetrag zu zahlen.

Die Kriminalpolizei hat ein Betrugsverfahren gegen den 29-Jährigen eingeleitet. Die Beamten gehen davon aus, dass er wiederholt gemeinsam mit anderen Tätern versucht, Fahrzeuge unter Wert zu erlangen.

maf

Waldbaurstraße, Leipzig 51.351232 12.409691
Waldbaurstraße, Leipzig
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