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Polizeiticker Leipzig Betrugs-Prozess am Leipziger Amtsgericht: Opfer um fast 200.000 Euro geprellt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Betrugs-Prozess am Leipziger Amtsgericht: Opfer um fast 200.000 Euro geprellt
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19:15 21.07.2017
Das Leipziger Amtsgericht: Erneut ist ein Betrugs-Prozess geplatzt, weil sich der Angeklagte krank meldete Quelle: André Kempner
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Leipzig

Er soll gleich mehrere Opfer um insgesamt fast 200. 000 Euro betrogen haben. Doch wird es für den Angeklagten Marcel M. (41) ernst, flattert ein ärztliches Attest ins Leipziger Amtsgericht. Bereits Anfang dieses Jahres war der Prozess gegen den mutmaßlichen Betrüger am zweiten Tag wegen Krankheit geplatzt. Und auch am Montag dieser Woche galt der einstige Straßenbauer als verhandlungsunfähig. Das Gericht plant nun für den 1. August einen Neustart.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zufolge soll Marcel M. (41), der Ende 2012 ein Solarium im Städtchen Bad Lobenstein in Thüringen betrieb, einem seiner dortigen Bekannten im Laufe des Jahres 2013 besonders übel mitgespielt haben. Dem jetzt 38-Jährigen habe er unter den – falschen – Versprechungen, Immobilien in Leipzig zu erwerben, zuerst 55. 000 Euro, dann weitere 30 .000 Euro abgeluchst. Beim dritten Mal zog er dem Geschädigten 37 .000 Euro für einen angeblichen Autohandel aus der Tasche. Wie es weiter in der Anklage heißt, wollte Marcel M. das Geld allerdings von vornherein „für eigene Zwecke verwenden“. Eine Rückzahlung sei „nie beabsichtigt“ gewesen, meint die Staatsanwaltschaft.

Der Geschädigte hatte nach einem schweren Unfall 300 .000 Euro von einer Versicherung erhalten. Er war im Glauben, der Beschuldigte betreibe florierende Geschäfte, weil er immer tolle Autos – Porsche, BMW, Mercedes – fuhr.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll Marcel M. schließlich bis zum Jahr 2015 noch drei Frauen dreist betrogen haben. Dabei handelt es sich um ein Opfer, dem er 20 .000 Euro für ein angebliches Investmentgeschäft abnahm. Außerdem soll er beim Erwerb eines Sonnenstudios in Leipzig der Vorbesitzerin rund 40 .000 Euro und einer Mitarbeiterin schließlich noch den Lohn schuldig geblieben sein.

Von Sabine Kreuz

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