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Boeing 747 in Leipzig notgelandet

Nach Reifenschaden beim Start Boeing 747 in Leipzig notgelandet

Eine Frachtmaschine der Polar Air musste am Donnerstag auf dem Flughafen Leipzig/Halle notlanden. Die Boeing 747 hatte beim Start am Morgen einen Reifenschaden. Das Flugzeug kreiste daraufhin stundenlang über Sachsen.

Die Boeing 747 der Polar Air nach der Notlandung auf dem Flughafen Leipzig/Halle.

Quelle: Olaf Barth

Leipzig. Am Flughafen Leipzig/Halle musste am Donnerstag eine Frachtmaschine notlanden. Die Boeing 747 hatte am Morgen beim Start in der Messestadt einen Reifenschaden. Das Flugzeug der Polar Air, das nach Seoul (Korea) fliegen sollte, kreiste danach gut drei Stunden über Sachsen. "Um 11.35 Uhr ist die Maschine sicher gelandet", sagte Axel Raab, Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS), gegenüber LVZ.de.

Nach dem Start der Frachtmaschine um 8.22 Uhr waren laut DFS bei einer Bahnprüfung Reifenteile gefunden und der Pilot informiert worden. Der Flughafen habe aus dem Cockpit die Information erhalten, dass etwas nicht stimme, berichtete Airport-Sprecher Uwe Schuhart. Die Maschine wurde daraufhin zunächst nach Dresden geleitet, da dort bessere Sicht herrschte.

Wie Mopo24.de berichtete und auch in einem Video dokumentierte, überflog die Maschine den Flughafen Klotzsche in einer Höhe von 1400 Metern mit ausgeklapptem Fahrwerk. "Bei einer Prüfung durch Lotsen mit dem Fernrohr konnte ein Reifenplatzer nicht ausgeschlossen werden", so DFS-Sprecher Raab. Daher wurde entschieden, die Maschine nach Leipzig zurückzuschicken.

Ein Reifenplatzer beim Start zwang am Donnerstag ene Frachtmaschine zur Rückkehr nach Leipzig. Die 747 der Polar Air war vor der Notlandung stundenlang über Sachsen gekreist. Fotos: Olaf Barth

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Vor der Notlandung musste die Boeing Kerosin über dem Dresdner Norden, der Region um Hoyerswerda und östlich von Leipzig ablassen, um das nötige Landegewicht zu erreichen. „Das ist notwendig, damit die Maschine nicht über die Bahn hinausschießt“, erklärte Raab. "Das passiert in 5000 Metern Höhe, da kommt unten nichts an."

Bei der Landung auf der Leipziger Südpiste standen acht Feuerwehrfahrzeuge für den Ernstfall bereit. Laut Raab konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der beschädigte Reifen bei der Landung Feuer fängt. Gegen 15 Uhr wurde die Maschine von der Landebahn zu einem Standplatz auf dem Vorfeld des Airports geschleppt, wo das defekte Rad gewechselt werden sollte.

Der Flugbetrieb sei nicht beeinträchtigt gewesen, so Airport-Sprecher Schuhart. Auch Schäden an der Piste habe es nicht gegeben. Alle Starts und Landungen konnten bis zum Nachmittag über die Nordbahn abgewickelt werden.

Flughafen Leipzig-Halle 51.422081 12.220381
Flughafen Leipzig-Halle
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