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Bombenalarm in Leipziger Hostel: Polizei ermittelt gegen 56-Jährigen

Großeinsatz nahe des Hauptbahnhofs Bombenalarm in Leipziger Hostel: Polizei ermittelt gegen 56-Jährigen

Nach dem Fund eines vermeintlichen Sprengsatzes in einem Hostel am Leipziger Hauptbahnhof verfolgt die Polizei eine erste Spur. Die Beamten ermitteln gegen einen 56-Jährigen aus den alten Bundesländern. Der Mann hatte das Hotel am frühen Morgen verlassen.

Polizeieinsatz: Hostel am Hauptbahnhof wird evakuiert

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Nach dem Bombenalarm in einem Hostel am Hauptbahnhof Leipzig am Samstagvormittag hat die Polizei einen 56-Jährigen im Verdacht. Die Behörden ermitteln gegen einen Mann aus den alten Bundesländern. Dieser war der letzte Bewohner des Hotelzimmers, in welchem der vermeintliche Sprengsatz gefunden wurde. Der Verdächtige hatte am frühen Morgen ausgecheckt. Wie die Polizei mitteilte, kommen bei Nachweis der Tat auf den Verursacher hohe finanzielle Forderungen zu. Mittlerweile wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet.

Polizei im Großeinsatz - Hostel geräumt

Der Großeinsatz an der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofs war um kurz nach 15 Uhr beendet. Die Spezialkräfte des Landeskriminalamts konnten Entwarnung geben: Bei dem verdächtigen Gegenstand in einem Hostel handelte es sich nicht um einen Sprengsatz. "Möglicherweise ein ganz übler Scherz", so Polizeisprecher Uwe Voigt. Die Einsatzkräfte mussten zunächst vom Schlimmsten ausgehen. In einem Zimmer im dritten Stock der Touristen-Herberge an der Brandenburger Straße war eine Art Paket gefunden worden, aus dem Drähte herausragten. Daneben fanden die Einsatzkräfte einen Zettel mit der Drohung "Achtung, hochexplosives Material".

Die Spezialeinheit, geschult für die Entschärfung und Sicherung "unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen", stellte schnell fest, dass der Gegenstand harmlos war. Rund um das Hostel waren seit dem Mittag Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte im Großeinsatz. Um 13 Uhr wurden rund 30 Personen, die sich noch im Hostel befanden, in Sicherheit gebracht, so Polizeisprecher Voigt gegenüber LVZ.de. Betroffen war auch der Landeskongress der Jungliberalen Aktion Sachsen. Wegen der akuten Gefährdungslage musste das Treffen der politischen Jugendorganisation gegen 12.20 Uhr unterbrochen werden, teilte die Sprecherin Malene Materne mit.

Nach der Räumung hat die Polizei das Gebäude "vom Keller bis zum Dach" nach möglichen weiteren verdächtigen Gegenständen abgesucht. Auch ein Sprengstoffspürhund sei im Einsatz gewesen, gefunden wurde aber nichts, so Polizeisprecher Voigt weiter.

Wegen eines verdächtigen Pakets in einem Hostel rückte am Samstag ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften an der Ostseite des Hauptbahnhofs an. Auch Spezialkräfte zur Entschärfung von Sprengsätzen wurden hinzugezogen. Fotos: Christian Modla

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Sichheitshalber hatten sich im Umkreis Feuerwehr und Rettungskräfte bereit gehalten. Gegen 14 Uhr rückten aus Dresden die Spezialkräfte zur Sprengsatzentschärfung an. Dabei handelt es sich um eine Spezialeinheit des Landeskriminalamtes.

Der Bereich um das Hostel im alten Reichspostgebäude an der Brandenburger Straße war bis zum Nachmittag großräumig gesperrt. Autofahrer, die aus der City in den Norden oder Osten der Stadt wollten, wurden bereits ab Georgiring / Wintergartenstraße umgeleitet.

Evelyn ter Vehn / joka

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