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Brand in Leipziger Recyclinganlage: Stadt gibt Entwarnung

Großer Feuerwehreinsatz Brand in Leipziger Recyclinganlage: Stadt gibt Entwarnung

Ein Großbrand in einer Leipziger Recycling-Firma hat in der Nacht zum Donnerstag für Aufsehen gesorgt. Gefährliche Stoffe sind freigesetzt worden, aber nicht bis zu den Anwohnern gelangt, erklärte die Feuerwehr.

In Leipzig-Großzschocher hat in der Nacht zum Donnerstag eine Recyclinganlage gebrannt.

Quelle: dpa/Dirk Knofe

Leipzig. Ein Großbrand in Leipzig-Großzschocher hält seit 1.50 Uhr in der Nacht die Leipziger Feuerwehr auf Trab. Bauschutt, Recycling- und Plastikmüll waren in einer Lagerhalle in der Carl-Weichelt-Straße aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Das Feuer griff von der Halle auf das Dach des 1500 Quadratmeter großen Gebäudes über, die Flammen schlugen aus den Fenstern. Ein 53-Jähriger sah die Rauchschwaden sowie den Feuerschein und informierte die Rettungsleitstelle.

Nach ersten Angaben der Polizei vom frühen Morgen bildeten sich giftige Dämpfe, die Ammoniak sowie CO2 enthielten und in Richtung Südosten zogen. Die Bevölkerung wurde deshalb über Lautsprecher gewarnt, die Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Ein Messwagen der Feuerwehr war anschließend vor Ort und nahm Luftproben. Direkt am Brandherd sei die Konzentration giftig. Die Wohngebiete sind aber so weit entfernt, dass die Luft an diesen Stellen keine gesundheitsgefährdende Konzentration mehr habe, erklärte der Einsatzleiter der Feuerwehr gegenüber LVZ.de.

In einer Recyclinganlage im Leipziger Westen ist in der Nacht zum Donnerstag ein Feuer ausgebrochen.

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Gegen 4 Uhr sei das Feuer unter Kontrolle gebracht worden. Am Morgen räumten die Einsatzkräfte die Halle der Firma Mehlitz mit unsortiertem Müll leer, um letzte Glutnester zu beseitigen. Bis zu 23 Löschfahrzeuge und knapp 60 Feuerwehrleute sind an der Löschung des Großbrands beteiligt. Am Donnerstagmittag gegen 12 Uhr rückte die Feuerwehr ab. Anwohner durften dann auch wieder ohne Sorge Fenster und Türen öffnen.

Allerdings musste die gegen 14.30 Uhr erneut ein Fahrzeuge nach Großzschocher fahren, weil Müllreste aufgeflammt waren und es wieder zu einer Rauchentwicklung kam. Das sei bei der Größe des zuvor gelöschten Brandes nicht ungewöhnlich, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Solange die Löscharbeiten laufen ist die Gerhard-Ellrodt-Straße zwischen Weidenweg und Bismarckstraße gesperrt. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Bis zum Nachmittag waren die Löschkräfte mit der Bekämpfung zweier Glutnester befasst.

Anschließend beginnt die Polizei mit ihren Ermittlungen. Zur Ursache des Brandes und der Schadenshöhe gibt es bisher noch keine Angaben.

Wie die Stadtverwaltung am Nachmittag gegen 16.30 Uhr mitteilte, wurde die Warnung für die Bevölkerung wieder aufgehoben. Demnach können in Großzschocher Fenster und Türen wieder gefahrlos geöffnet werden. Die Feuerwehr sei zwar noch vor Ort. Beeinträchtigungen bestünden jedoch nicht mehr.

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