Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Halbe Million Euro Schaden nach Anschlag auf Polizei-Funkmast in Leipzig

Extremismus-Abwehrzentrum ermittelt Halbe Million Euro Schaden nach Anschlag auf Polizei-Funkmast in Leipzig

Das LKA schließt einen politischen Hintergrund nicht aus: In der Nacht zum Donnerstag ist auf einen Telekommunikationsmast der Polizei in der Hans-Driesch-Straße ein Anschlag verübt worden. Dadurch wurde der Funkverkehr der Einsatzkräfte in Leipzig gestört.

Angesengte Schaltkästen: Auf den Funkmast der Polizei in der Hans-Driesch-Straße in Leipzig ist ein Brandanschlag verübt worden.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ein Funkturm von Polizei und anderen Sicherheitsbehörden in Leipzig ist in der Nacht zum Donnerstag Ziel eines Anschlags geworden. Unbekannte setzten den Mast neben dem Polizeigelände in der Hans-Driesch-Straße in Leutzsch gegen 23 Uhr in Brand, teilte das sächsische Landeskriminalamt (LKA) mit. Beim Eintreffen der Beamten stand die Anlage in Flammen. Durch das Feuer sei auch der Funkverkehr der Einsatzkräfte in Leipzig gestört worden, so LKA-Sprecher Tom Bernhardt. Es entstand rund eine halbe Million Euro Schaden.

Auf den BOS-Funkmast in Leipzig-Leutzsch ist am späten Mittwochabend ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte legte an der Anlage gegen 23 Uhr Feuer. Der Funkbetrieb der Einsatzkräfte in der Messestadt war daraufhin gestört.  

Zur Bildergalerie

Die Täter waren gewaltsam in das umzäunte Areal eingedrungen und hatten die Schaltkästen am Fuß des Stahlmasts angezündet. Zuvor sollen sie laut Medienberichten auch mehrere Kabel durchtrennt haben. Die Funkanlage wird von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) genutzt – darunter neben der Polizei auch Feuerwehr und Rettungsdienste. Auch Mobilfunkanbieter senden von dort ihre Signale. Ein politisch motivierter Hintergrund der Tat wird vom LKA geprüft. Ein Bekennerschreiben gibt es bislang nicht.

Ermittler suchen Zeugen und Internet-Hinweise

Die Ermittlungen übernahm das neue Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des LKA. Es ist der Nachfolger des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) mit Sitz in Leipzig. Die Ermittler suchen nun Zeugen, die am Mittwochabend im Bereich des Tatortes verdächtige Personen und Fahrzeuge gesehen haben oder Hinweise geben können. Von Interesse seien auch Einträge im Internet zum Tathergang, so das LKA.

Auf dem direkt an den Funkmast angrenzenden Gelände in der Hans-Driesch-Straße befand sich einst die Dienststelle der Verkehrspolizeiinspektion, die inzwischen nach Paunsdorf umgezogen ist. Aktuell ist hier nur noch die zentrale Bearbeitungsstelle für Fahrraddiebstähle untergebracht - sie ist jedoch nur tagsüber besetzt. 

Innenminister Ulbig verurteilt Anschlag

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) fand nach dem Angriff deutliche Worte. „Der Anschlag auf die Funk-Basisstation in Leipzig ist nicht nur ein Anschlag auf ein wichtiges technisches System, sondern ein Angriff auf die Polizei und den Rettungsdienst im Freistaat insgesamt“, sagte Ulbig der Deutschen Presse-Agentur. „Ich verurteile diesen feigen Brandanschlag scharf und hoffe, dass der oder die Täter schnell gefasst werden, um sie dann zügig zur Verantwortung zu ziehen und entsprechend hart zu bestrafen.“ Den Kriminellen müsse klar sein, dass derartige Straftaten unter Umständen sogar Menschenleben gefährden können.

Zeugen können sich bei der Kriminalpolizei in der Dimitroffstraße 1 in Leipzig, Tel. (0341) 96 64 66 66, oder jeder anderen Polizeidienststelle melden.

Von nöß

Hans-Driesch-Straße 1 Leipzig 51.349596 12.32502
Hans-Driesch-Straße 1 Leipzig
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Leipzig
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Leipziger Ordnungsamt. mehr