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Brandstifter zündelt erneut in Holzhausen – Flugblatt fordert Anwohner zum Handeln auf

Brandstifter zündelt erneut in Holzhausen – Flugblatt fordert Anwohner zum Handeln auf

Der unheimliche Feuerteufel von Holzhausen hat in der Nacht wieder zugeschlagen. Diesmal zündete der unbekannte Täter eine freistehende Holzlaube auf einem Wochenendgrundstück im Bereich Kärrnerweg/Walter-Markov-Ring an.

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Diese Laube ist in Holzhausen abgebrannt.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Um 1.56 Uhr ging der Feueralarm in der Leitstelle ein. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Holzhausen und Engelsdorf sowie der Südwache der Berufsfeuerwehr eilten mit zwei Löschfahrzeugen und einem Tanklöschzug zum Brandort.

Die Flammen waren vergleichsweise schnell erstickt. Der Sachschaden an der Hütte mit einer Grundfläche von 20 Quadratmetern beträgt nach ersten Einschätzungen der Polizei 7000 Euro. Der Tatort liegt in der Nähe einer Kleingartenanlage und einer Tischlerei, in denen es ebenfalls bereits gebrannt hatte. Um zu dem Wochenendgrundstück zu gelangen, muss der Täter über mehrere Zäune geklettert sein. Für die seit Wochen stressgeplagten Kameraden der freiwilligen Holzhausener Wehr war der Einsatz um 3.46 Uhr beendet.

 

Bürgerwehr stellt Patrouillen ein

Wie berichtet, werden die Bewohner des südöstlichen Leipziger Stadtteils seit Wochen durch eine Serie von nächtlichen Brandanschlägen verunsichert. Viele können aus Angst nachts nicht mehr schlafen. Allein seit Ende Februar hat es in Holzhausen neunmal gebrannt. Eine zwischenzeitlich vom CDU-Ortsverband initiierte Bürgerpatrouille stellte ihre Kontrollgänge durch den Ort auf Drängen des Leipziger Polizeipräsidenten Bernd Merbitz in der Vorwoche wieder ein.

Stattdessen haben die Christdemokraten jetzt ein Flugblatt erstellt, das sie in diesen Tagen an alle Haushalte verteilen. "Unsere nächtlichen Streifgänge wurden untersagt. Sichern Sie Ihre Grundstücke vor unbefugtem Betreten! Sichern Sie vor allem Holzhütten, Schuppen und Holzstapel! Beleuchten Sie dunkle mittels LED-Strahlern mit Bewegungsmeldern", heißt es unter anderem darin. Bei Verdacht empfehlen Ortsvorsteher Hans-Jürgen Raqué (CDU) und seine Parteifreunde, kein Risiko einzugehen, sondern verdächtige Personen sofort der Polizei zu melden.

 

Polizei setzt Mosaik zusammen

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Die Polizei sucht nach einem Serienbrandstifter.

Quelle: André Kempner

Die Ordnungshüter ihrerseits fahnden nach dem Brandstifter laut Polizeisprecher Uwe Voigt "nach wie vor mit Hochdruck. Mit jeder Aktion, die der Täter startet, ergibt sich für uns ein neues Mosaiksteinchen." Leider hätten die Ermittler beim Anschlag in der Nacht in der Nähe des Brandortes keine verdächtigen Personen feststellen können. "Doch auch aus dieser Tat ergeben sich für uns neue Hinweise", sagte Voigt am Dienstagmorgen. Er verstehe die Sorgen und Ängste der Bevölkerung, bittet aber einmal mehr um Verständnis und um Vertrauen. "Glauben Sie mir, wir tun, was in unserer Macht steht und vor Gericht standhält."

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Leipziger Volkszeitung oder im E-Paper.

Dominic Welters

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