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Busfahrerin in Leipzig-Wahren von eigenem Bus erfasst und tödlich verletzt

Tragischer Unfall Busfahrerin in Leipzig-Wahren von eigenem Bus erfasst und tödlich verletzt

Tragisches Unglück in Leipzig-Wahren: Eine Busfahrerin ist am Mittwochmorgen von ihrem eigenen Bus erfasst und tödlich verletzt worden. Die 55-Jährige hatte versucht, das Fahrzeug über einen Notschalter am Heck neu zu starten.

Auf der Linkelstraße in Leipzig-Wahren wurde am Morgen eine Busfahrerin bei einem Unfall tödlich verletzt.
 

Quelle: André Kempner

Leipzig.  Bei einem tragischen Unfall in Wahren ist am Mittwochmorgen eine Busfahrerin ums Leben gekommen. Die 55-Jährige wurde von ihrem eigenen Fahrzeug erfasst und an einer Laterne eingeklemmt, teilte die Polizei gegenüber LVZ.de mit. Sie sei noch am Unfallort verstorben.

Es müssen dramatische Sekunden gewesen sein, die sich gegen 7.45 Uhr an der Ecke Linkelstraße/Vlamenstraße abgespielt haben. Die Fahrerin hatte den Bus an der Ersatzhaltestelle kurz vor der Vlamenstraße angehalten, damit Fahrgäste ein- und aussteigen konnten. Danach konnte sie den Bus nicht mehr starten. „Es gab ein technisches Problem am Bus, wahrscheinlich einen Kupplungsschaden“, berichtete Polizeisprecherin Katharina Geyer. Die 55-Jährige stieg deshalb aus und informierte per Telefon den technischen Leiter. Danach wollte sie über einen Notschalter am Heck die Elektronik des Fahrzeugs neu starten.

Frau vergaß, die Handbremse anzuziehen

Dabei vergaß die 55-Jährige jedoch offenbar die Handbremse anzuziehen, und der Bus setzte sich auf der leicht abschüssigen Straße plötzlich vorwärts in Bewegung. Die Frau versuchte, wieder ins Fahrzeug zu gelangen, um eine Kollision zu verhindern, wurde dabei jedoch selbst seitlich von dem Bus erfasst und an den Lichtmast gedrückt. Sie zog sich dabei schwerste Verletzungen zu. Das Fahrzeug rollte nach Polizeiangaben noch weiter und schob drei parkende Autos aufeinander. Der Bus eines Delitzscher Transportunternehmens war als Schienenersatzverkehr auf der Linie 11 der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) eingesetzt.

An dem Laternenmast kam es zu dem tragischen Unglück

An dem Laternenmast kam es zu dem tragischen Unglück.

Quelle: André Kempner

Ein Rettungshubschrauber wurde zur Unglücksstelle gerufen, für die 55-Jährige kam aber jede Hilfe zu spät. Wie die Polizei am Mittwochnachmittag mitteilte, mussten zwei Fahrgäste, die sich zum Unfallzeitpunkt im Bus befanden, und ein Passant, die nach dem Unfall unter Schock standen, von einem Kriseninterventionsteam (KIT) betreut werden.

"Wir sind hier alle sehr betroffen über das, was passiert ist. In Gedanken sind wir bei der Familie der Fahrerin", sagte Marc Backhaus, Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe, gegenüber LVZ.de. Wie sich der Unfall genau zugetragen habe, müsse die Polizei ermitteln.

Experten rekonstruierten Unfallhergang

Die Kreuzung rund um die Haltestelle Wahren war nach dem Unglück bis gegen 11.30 Uhr voll gesperrt. Polizei und Dekra-Experten führten vor Ort eine Rekonstruktion des Unfallhergangs durch. Der Grund für den Defekt der Kupplung, den die Fahrerin meldete, wurde aber noch nicht geprüft. Durch die Rekonstruktion bestätigte sich aber, dass die Busfahrerin vergessen hatte, die Feststellbremse anzuziehen, so die Polizei. Die Bremse sei nicht defekt gewesen, heißt es weiter. Die Polizei ermittele deshalb auch nicht wegen fahrlässiger Tötung. Polizeisprecherin Geyer sprach von einem besonders tragischen Unglück.

Von Robert Nößler / Evelyn ter Vehn

Linkelstraße 51.374993 12.322662
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