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Dachstuhl nach Feuer am Capa-Haus eingestürzt – Silvesterrakete könnte Brandursache sein

Dachstuhl nach Feuer am Capa-Haus eingestürzt – Silvesterrakete könnte Brandursache sein

Nach einem Brand am Sonntagmorgen ist der Dachstuhl des Capa-Hauses in der Luppenstraße 28 im Leipziger Stadtteil Lindenau teilweise eingestürzt. Wie Polizeisprecher Mario Weigelt gegenüber LVZ-Online sagte, brach das Gebälk am Montagvormittag zusammen.

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Der brennende Dachstuhl im Haus in der Luppenstraße.

Quelle: dpa

Leipzig. Auch die Treppen zum Dach sind den Polizeiangaben zufolge nicht mehr zugänglich. Deshalb seien die Untersuchungen zur Ursache des Feuers erschwert und Ergebnisse erst in den kommenden Tagen zu erwarten.

Erste Mutmaßungen gingen nicht von einer Brandstiftung aus. Vielmehr könnte auch eine Silvesterrakete das Feuer auf dem maroden Dach des Gebäudekomplexes ausgelöst haben, hieß es am Montagmorgen an der Unglücksstelle. Wie aus dem Dezernat Stadtentwicklung und Bau am Montag hieß, sei die Standsicherheit des Hauses derzeit zumindest noch gegeben. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass lose Gebäudeteile auf die Strasse fallen. Deshalb wurde der Bereich straßenseitig abgesperrt.

Unweit des Hauses an der Luppenstraße, in einem weiteren Seitenflügel in der Jahnallee, wurde am 18. April 1945 der US-Soldat Robert Bowman von einem deutschen Heckenschützen erschossen. Das Sterben des jungen Familienvaters auf dem Balkon des Hauses hatte der Kriegsberichterstatter Robert Capa in mehreren Fotos festgehalten, die durch die Veröffentlichung im LIFE-Magazin unter dem Titel „Der letzte Tote des Krieges“ weltberühmt wurden.

Passanten hatten die Flammen auf dem Dach in der Silvesternacht kurz nach Beginn des neuen Jahres entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Diese traf gegen 0.25 Uhr am Einsatzort ein und versuchte, über eine Drehleiter zum Brandherd vorzudringen. Die Treppen zum Dach waren schon nicht mehr passierbar. Nach etwa einer Stunde gelang es den 40 Feuerwehrmännern, die Flammen einzudämmen.

Größere Probleme bereitete eine Turmhaube am Dachstuhl, die erst mühsam geöffnet werden musste, sagte Feuerwehrsprecher Joachim Petrasch. Durch den Brand und das notwendige Löschwasser wurde das Dach so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass es am Montag zusammenbrach.

Matthias Puppe / Dirk Knofe

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