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Dachstuhlbrand in Leipzig-Connewitz bringt Bewohner in Not – Verdächtiger freigelassen

Dachstuhlbrand in Leipzig-Connewitz bringt Bewohner in Not – Verdächtiger freigelassen

Ein Brand hat am frühen Mittwochmorgen die Bewohner eines Hauses in der Arno-Nitzsche-Straße im Stadtteil Connewitz aus dem Schlaf gerissen. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte ein 61-jähriger Mieter gegen 4.20 Uhr dichte Rauchentwicklung und alarmierte die Rettungskräfte.

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30 Hausbewohner mussten am Mittwochmorgen evakuiert werden.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Nach ersten Erkenntnissen sollen die Flammen auf dem Dach des Mehrfamiliengebäudes ausgebrochen sein und sich danach auch in Richtung Treppenhaus ausgebreitet haben. Dabei wurden die Fluchtwege im Gebäude versperrt.

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Leipzig. Nach dem Dachstuhl-Feuer in Leipzig-Connewitz vom Mittwochmorgen steht nun die Ursache fest. Die Ermittler gehen nach Abschluss ihrer Arbeit von Brandstiftung aus, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ein Unbekannter habe vermutlich Baumaterial entzündet, das im oberen Treppenhaus gelagert war.

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Als die Feuerwehr eintraf, befanden sich noch 15 Bewohner in höchster Not. „Sie liefen zum Fenster, auf den Balkon und riefen um Hilfe“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online. Die Rettungskräfte konnten die Personen mit Hilfe einer Drehleiter befreien, vier Menschen erlitten mutmaßlich Rauchgasvergiftungen und mussten ins Uni-Klinikum gebracht werden.

Brandursache bisher unklar – Polizei lässt verdächtigen 28-Jährigen wieder frei

Das Feuer zerstörte große Teile des Dachstuhls, eine Wohnung und drohte zwischenzeitlich auch auf ein Nachbargebäude überzugreifen. Auch hier wurden deshalb 21 Bewohner in Sicherheit gebracht. Die Rettungskräfte konnten den Brand aber unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen verhindern. Aufgrund des zerstörten Dachgeschosses und des Löschwassers im betroffenen Haus ist bisher unklar, wann das Gebäude wieder bewohnbar sein wird.

Unklar ist derzeit laut Polizei auch die Brandursache. Experten haben im Laufe des Tages nach Hinweisen gesucht, sagte Polizeisprecher Andreas Loepki. Sie mussten ihre Arbeiten am Nachmittag jedoch aus Sicherheitsgründen vorerst abbrechen. Durch die Löscharbeiten waren die Deckenkonstruktionen durchgeweicht und nicht mehr tragfähig. Die Spurensicherung werde am Donnerstag fortgesetzt. Die Leipziger Staatsanwaltschaft hat zumindest schon ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen.

Morgendliche Mutmaßungen, ein kurz vorher im nahen Lößnig festgenommener 28-Jähriger könnte das Feuer gelegt haben, bestätigten sich nicht. „Zum Brand in der Arno-Nitzsche-Straße ist das Weg-Zeit-Diagramm nicht passend“, so der Polizeisprecher bereits am Vormittag gegenüber LVZ-Online. Am Nachmittag hieß es, der Mann wurde wieder freigelassen. Eine Zeitungszustellerin hatte den 28-Jährigen gegen 4 Uhr dabei beobachtet, wie er in Lößnig einen Müllcontainer entzündet hatte.

Matthias Puppe

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