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Dopingmittel am Leipziger Flughafen abgefangen – Anabolika sollte nach Dresden

Tatverdächtiger in Haft Dopingmittel am Leipziger Flughafen abgefangen – Anabolika sollte nach Dresden

Sächsische Beamte haben am Flughafen Leipzig/Halle eine Lieferung mit Dopingmitteln abgefangen, die für einen Dresdner bestimmt war.

Pillen mit Anabolika-Präparaten. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Dem sächsischen Zoll ist am Flughafen Leipzig eine größere Lieferung Dopingmittel ins Netz gegangen. Zudem gelang es verdeckten Ermittlern inzwischen auch, den Adressaten der Sendung vorübergehend festzunehmen und weitere Beweismittel zu sichern. Wie es in einer Donnerstag veröffentlichten Mitteilung heißt, öffneten die Zollfahnder bereits Anfang März ein Paket, in dem sich laut Aufschrift Natriumphoshinat befinden sollte – eine unter anderem in der Metallverarbeitung verwendete chemische Verbindung. „Mittels Detektionstechnik konnten die Beamten vor Ort feststellen, dass sich tatsächlich Testosteron in der Sendung befand“, hieß es weiter.

Auf dem Paket war eine Adresse in Dresden, allerdings kein Empfänger vermerkt. Die alarmierten Zollfahnder entschieden sich deshalb, das Paket verdeckt zuzustellen. Ein 34-Jähriger nahm das Paket an der Lieferadresse entgegen – „offensichtlich hatte er es bereits erwartet“, schreiben die Beamten. Im Anschluss wurde der Mann festgenommen und zwei Wohnungen, in denen er gemeldet war, durchsucht. „Dabei stellten sie anabole Steroide und Potenzmittel, die mutmaßlich zum Eigenverbrauch bestimmt waren, sowie elektronische Beweismittel sicher“, so die Angaben. Das zuständige Amtsgericht erließ auf Antrag der Dresdner Staatsanwaltschaft Haftbefehl, gegen Auflagen konnte der Tatverdächtige anschließend den Gewahrsam aber wieder verlassen.

Testosteron ist ein anabol-androgenes Steroid, das vor allem in der Bodybuilding- und Fitnessszene, aber auch bei anderen kraftabhängigen Sportarten als Wachstumsförderer eingesetzt wird. Das Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG) verbietet in Deutschland Erwerb, Einfuhr und Handel. Verstöße werden mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren geahndet – bei gewerbsmäßigem Handel sind sogar zehn Jahre Gefängnis möglich.

Von mpu

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