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Dritte Großrazzia gegen Leipziger Drogen-Szene - Polizei leitet 50 Strafverfahren ein

Dritte Großrazzia gegen Leipziger Drogen-Szene - Polizei leitet 50 Strafverfahren ein

Mit einer dritten Großrazzia binnen zwei Monaten hat die Leipziger Polizei das örtliche Drogenmilieu weiter unter Druck gesetzt. Bei dem so genannten Komplexeinsatz am späten Dienstagabend und in der Nacht waren neben Ordnungshütern der westsächsischen Metropole auch mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei im Einsatz.

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Mit der dritten Großrazzia binnen zwei Monaten setzt die Leipziger Polizei die örtliche Drogen-Szene unter Druck.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Wie die Polizeidirektion am Mittwoch mitteilte, stand wie schon in der Vergangenheit die Bekämpfung der Beschaffungskriminalität und die Verdrängung des offenen Drogenhandels im Vordergrund. Die Razzia erstreckte sich über das gesamte Stadtgebiet, mit Schwerpunkten um die Eisenbahnstraße, den Köhler- sowie den Herderplatz.

Nach dem großangelegten Einsatz mit mehren hundert Polizeibeamten 50 Strafverfahren eingeleitet, darunter 31 wegen Drogendelikten. 93 Ordnungswidrigkeiten wurden angezeigt und in diesem Zusammenhang in 476 Fällen die Sachen der Kontrollierten durchsucht.

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Leipzig. Für Zustimmung hat die Streichung der umstrittenen polizeilichen „Komplexkontrollen“ bei der Leipziger SPD gesorgt. Claus Müller, Sprecher der Fraktion für den Bereich Umwelt/Ordnung, erklärte am Dienstag: „Aufgrund der insgesamt mäßigen Erfolge ist es folgerichtig, dass der neue Leipziger Polizeipräsident die Kontrollen streicht. Sie haben Polizeikräfte gebunden, die im Streifendienst besser benötigt werden.“

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Überwiegend fand die Polizei Cannabis-Produkte und Flunitrazepam-Tabletten. Im Zuge der Razzia wurde die Wohnung eines 31-Jährigen in Eutritzsch nach Drogen durchsucht. Hierbei fanden die Beamten eine „Indoor-Plantage mit 13 Pflanzen", wie es im Polizeibericht heißt.

Bei dem Komplexeinsatz wurden insgesamt 829 Personen kontrolliert und 61 von der Polizei durchsucht. Hierbei konnten die Beamten sechs Personen festnehmen, gegen die Haftbefehle vorlagen.

Bereits im Juni und Juli war die Polizei mit groß angelegten Kontrollen gegen die Leipziger Drogenszene vorgegangen. Nach dem Einsatz im Juni, der sich neben dem Milieu auch gegen verschiedene Asiamärkte richtete, wurden 51 Strafverfahren eingeleitet. Zwar wurde ein illegales Spielcasino ausgehoben, große Fische gingen der Polizei nach eigenen Angaben jedoch nicht ins Netz. Im Juli richteten sich die Kontrollen verstärkt gegen die offene Drogenszene Leipzigs. Es wurden 870 Bürger durchsucht und 51 Strafverfahren eingeleitet.

Mit den Razzien setzen die Ordnungshüter eine von Landespolizeipräsident Bernd Merbitz vorgegebene Strategie um, mit der die Drogenkriminalität in Leipzig zurückgedrängt werden soll. Merbitz hatte die Drogenpolitik der Stadt in der Vergangenheit mit einer „tickenden Zeitbombe" verglichen und war dafür heftig kritisiert worden.

Johannes Angermann

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