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Drogen, Waffen und Diebesgut bei Razzia in Eisenbahnstraße beschlagnahmt

Eine Festnahme Drogen, Waffen und Diebesgut bei Razzia in Eisenbahnstraße beschlagnahmt

Die Drogenrazzia am Donnerstag in der Leipziger Eisenbahnstraße war aus Sicht der Polizei ein Erfolg. Neben Crystal und Heroin stellten die Beamten diverses Diebesgut und auch verbotene Waffen sicher. Ein 29-Jähriger wurde festgenommen.

Vermummte Polizisten durchsuchten am Donnerstag zwei Spielotheken und einen Imbiss auf der Eisenbahnstraße.
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Bei der Razzia gegen die Drogenszene in der Leipziger Eisenbahnstraße hat die Polizei am Donnerstag diverses Diebesgut, mehrere Waffen sowie kleinere Mengen an Betäubungsmittel gefunden. Im Zuge der Durchsuchung von drei Läden – zwei Spielotheken sowie ein Imbiss – seien Crystal und Heroin in „handelsfertigen Abpackungen“ sichergestellt worden, sagte Polizeisprecher Alexander Bertram am Freitag auf Anfrage von LVZ.de. Die in Tütchen aufbewahrten Drogenmengen lägen im Grammbereich.

Als die Beamten am Nachmittag in der Eisenbahnstraße anrückten, hätten einige Tatverdächtige die Drogen reflexartig weggeworfen, so der Polizeisprecher. Ein 29-jähriger Lokalgast wurde von den Beamten festgenommen. Gegen ihn lag ein offener Haftbefehl vor. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen einen weiteren Verdächtigen werde wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Weitere Angaben dazu machte die Polizei nicht. „Zuviel können wir nicht sagen, weil es Teil der aktuellen Ermittlungen ist“, erklärte Bertram.

Die Polizei durchsuchte mit einem Großaufgebot mehrere Gebäude in der Leipziger Eisenbahnstraße.

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Navis, Laptops und Autoradios gefunden

Die Polizei verbuchte die Aktion als Erfolg. Denn im Zuge der Durchsuchung hob sie auch ein mögliches Diebeslager aus. 24 Navigationsgeräte, sechs Laptops und sechs Autoradios wurden sichergestellt. „Wir gehen davon aus, dass es sich um Diebesgut handelt. Woher die Teile kommen, muss noch geprüft werden“, so Bertram. Daneben beschlagnahmten die Ermittler auch verbotene Gegenstände wie Messer, Wurfsterne und ein sogenanntes Würgeholz (Nunchaku). Es werde wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, so der Polizeisprecher. Zudem würden Ermittlungen wegen Einbruchsdelikten und Hehlerei geprüft. Fraglich ist noch, ob mit den gefunden Drogen gehandelt werden sollte oder diese zum Eigenbedarf bestimmt waren.

Rund 50 Beamte, darunter auch vermummte Spezialkräfte der Bereitschaftspolizei, waren bei der Durchsuchung an der Ecke Einertstraße über mehrere Stunden im Einsatz. Verdächtige mussten sich laut Augenzeugen auf den Boden legen und wurden durchsucht. Bertram sagte dazu, dass es Identitätsfeststellungen gegeben habe, aber keine weiteren Festnahmen. Auch Teile des Gehweges wurden während der Polizeimaßnahme abgesperrt. Erst gegen 18 Uhr rückten die Beamten ab.

Schwerpunkt der Drogenkriminalität

In dem Brennpunktviertel der Drogenszene im Leipziger Osten hatte die Polizei bereits im November eine Großrazzia in Lokalen, Spielotheken und Büros durchgeführt. „Es handelt sich um einen örtlichen Schwerpunkt der Betäubungsmittelkriminalität“, betonte Bertram am Freitag. Fünf Personen wurden damals vorübergehend in Gewahrsam genommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Von Robert Nößler

Leipzig, Eisenbahnstraße 51.3457 12.398953
Leipzig, Eisenbahnstraße
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