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Drogenfund in Leipzig-Gohlis: Polizei stellt 22 Kilogramm Heroin sicher

Drogenfund in Leipzig-Gohlis: Polizei stellt 22 Kilogramm Heroin sicher

Leipzig. Der Polizei ist in Leipzig ein Schlag gegen den internationalen Rauschgifthandel gelungen. Wie Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion der Messestadt gemeinsam am Montagvormittag  mitteilten, konnten am vergangenen Donnerstag insgesamt 22 Kilogramm Heroin und 23.000 Euro in einer Wohnung am Coppi-Platz (Leipzig-Gohlis) sicher gestellt werden.

Zudem sei ein 43-jähriger algerischer Staatsbürger festgenommen worden, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online.

Der Ermittlungserfolg beruhe laut Voigt auf akribischen Untersuchungen von Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Mobilen Einsatzkommando der Leipziger Polizei (MEK) und des Spezialeinsatzkommandos des Freistaates (SEK). Drei Wochen lang habe man vor dem Zugriff ermittelt.

"Die Hinweise haben sich aus anderen Ermittlungsverfahren ergeben", erklärte Oberstaatsanwältin Elke Müssig. Der Tatverdächtige soll im Auftrag eines bereits wegen Drogenhandels inhaftierten Algeriers gehandelt haben. Auf dessen Anweisung hin hätte er die Drogen und das Geld an andere Dealer übergeben sollen. Unmittelbar nach dem Verlassen der Wohnung haben ihn Beamte des MEK und des SEK vorläufig festgenommen.

Das für die Leipziger Drogenszene bestimmte Heroin hat einen Verkaufswert von rund 222.000 Euro. „Es stammt von einer europaweit agierenden Gruppe“, erläuterte die zuständige Oberstaatsanwältin. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Heroin durch im Ausland sitzende algerische Täter mutmaßlich über die Niederlande nach Leipzig gebracht worden. „Über diesen Transportweg kommen Drogen in 90 Prozent der Fälle nach Leipzig“, so Elke Müssig.

Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig hat gegen den bisher strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getretenen Beschuldigten am Freitag Haftbefehl erlassen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Wegen des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge droht dem Tatverdächtigen eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bis zu fünfzehn Jahren.

Insa van den Berg / mpu

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