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Drogenrazzia an der Eisenbahnstraße: Verdächtige sind wieder frei

80 Beamte im Einsatz Drogenrazzia an der Eisenbahnstraße: Verdächtige sind wieder frei

Schwer bewaffnete Polizisten haben am Donnerstag mehrere Gebäude an der Leipziger Eisenbahnstraße durchsucht. Die Beamten geben sich zu den Ergebnissen schmallippig. Die fünf in Gewahrsam genommenen Verdächtigen sind wieder frei.

Drogenrazzia in der Eisenbahnstraße.
 

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Nach der Drogenrazzia in der Leipziger Eisenbahnstraße hüllt sich die Polizei in Schweigen. „Es gibt neue Ermittlungsansätze“, teilte Behördensprecher Uwe Voigt lediglich mit. Weitere Angaben zu möglichen Funden wollte er nicht machen. Die fünf am Donnerstag in Gewahrsam genommenen Personen seien wieder auf freiem Fuß. Konkretere Angaben kündigte Voigt für die kommende Woche an.

Die Beamten waren am Donnerstag gegen 11 Uhr mit einem Großaufgebot auf der Magistrale im Leipziger Osten angerückt.

Spezialeinheiten der Polizei durchsuchten am 12. November 2015 mehrere Büros, gastronomische Einrichtungen und Keller auf der Leipziger Eisenbahnstraße nach Drogen und anderen verbotenen Substanzen.

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 „Wir führen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens mehrere Durchsuchungen durch“, kommentierte Voigt anschließend die Aktion. Betroffen waren vier Lokale und Spielotheken sowie Kellerräume und ein Büro. „Wir glauben, dass von diesen Orten aus mit Drogen gehandelt wurde“, so der Polizeisprecher.

In dem Ermittlungsverfahren geht es um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Durchsuchungen wurden von langer Hand geplant. Die Beamten waren mit rund 80 Einsatzkräften, darunter auch schwer bewaffnete Bereitschaftspolizisten mit Sturmhauben, vor Ort. „Wir gehen da richtig in die Tiefe“, erklärte Voigt. Bereits vor zwei Wochen hatte die Polizei im Leipziger Osten mehrere Gebäude durchsucht. „Die Fälle stehen im Zusammenhang“, sagte Voigt.

Das Gebiet rund um die Eisenbahnstraße ist traditionell ein Hotspot der Drogenszene. Mit Verweis auf polizeiliche Lagebilder und kriminalistische Erkenntnisse sieht das sächsische Innenministerium hier einen „Schwerpunkt der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität“, von Raub, Erpressung und besonders schweren Fällen des Diebstahls, von Rauschgiftdelikten mit einem entsprechend hohen Dunkelfeld. Allein seit August 2008 wurde das Viertel achtmal zur Gefahrenzone erklärt, um in Kontrollbereichen anlassunabhängige Personen- und Fahrzeugüberprüfungen zu ermöglichen.

Frank Döring/Matthias Roth

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