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Droh-Mails an Leipziger Schulen: Polizei wertet Daten aus

Ermittlungen Droh-Mails an Leipziger Schulen: Polizei wertet Daten aus

Zwei Tage nach den Droh-E-Mails an Schulen in Leipzig und drei anderen Bundesländern hat die Polizei noch keine heiße Spur zum Täter. Er hatte in den Schreiben auch Bezug zm mutmaßlichen IS-Terroristen al-Bakr genommen. Dass es Verbindungen gibt, schließen die Ermittler inzwischen weitgehend aus.

Ausnahmezustand am Montag am Reclamgymnasium: Die Polizei riegelte insgesamt elf Schulgebäude in Leipzig nach E-Mail-Drohungen ab.
 

Quelle: Kempner

Leipzig.  Wer schickte die E-Mails mit dem Betreff „Opfer“ an elf Leipziger Schulen? Auch zwei Tage nach den Amoklauf-Drohungen gegen Bildungseinrichtungen in der Messestadt, in Magdeburg, Osnabrück, Göttingen und Bayreuth haben die Ermittler noch keine heiße Spur zum Täter. Derzeit würden Daten aus dem E-Mail-Verkehr zwischen dem Verfasser und den elf Schulen ausgewertet, sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf am Mittwoch auf Anfrage von LVZ.de.

An mehreren Leipziger Schulen gingen am Montagmorgen Amokdrohungen ein. Die Polizei rückte zum Großeinsatz aus.

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Einen Zusammenhang mit dem Fall des Terrorverdächtigen al-Bakr konnte die Polizei inzwischen weitestgehend ausschließen. „Ein solcher Bezug ist nicht naheliegend“, sagte Braunsdorf zu vorläufigen Ergebnissen der Prüfungen. In den am Montagmorgen versandten E-Mails war auch der Name des in Leipzig festgenommenen und später im Gefängnis gestorbenen Dschaber al-Bakr erwähnt worden. Zu Details hüllt sich die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen in Schweigen.

Mehrere Bürgerhinweise auf Tatverdächtige

Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass die Mails von ein und demselben Absender stammen – woher genau ist jedoch unbekannt. Es habe zwar „einige wenige“ Bürgerhinweise auf mögliche Tatverdächtige gegeben, diese hätten sich aber nicht zu einem konkreten Verdacht erhärtet, so Braunsdorf.

Bei den Ermittlungen steht die Polizei in engem Austausch mit den Dienststellen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bayern, wo am Montag ebenfalls wortgleiche Drohungen an Schulen eingegangen waren. Verdächtige Gegenstände wurden bei Durchsuchungen der Gebäude nicht gefunden. Allein in den elf Leipziger Schulen waren rund 5000 Schüler von dem Amok-Alarm betroffen.

Von Robert Nößler

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