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Polizeiticker Leipzig Einbrecher verwüsten Schule: Fast eine Woche Unterrichtsausfall in Leipzig-Paunsdorf
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Einbrecher verwüsten Schule: Fast eine Woche Unterrichtsausfall in Leipzig-Paunsdorf
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07:00 24.11.2016
Bild der Zerstörung: Die Oberschule in Paunsdorf wurde in zwei aufeinanderfolgenden Nächten derart verwüstet, dass an Unterricht nicht zu denken ist. Quelle: Dreifilm
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Leipzig.

Wer lässt da so viel Wut an einer Schule aus? In gleich zwei aufeinanderfolgenden Nächten haben Unbekannte die Oberschule in Paunsdorf heimgesucht und verwüstet. Seit Mittwoch ist klar: Der dadurch bedingte Unterrichtsausfall dauert länger als geplant.

Beim ersten Einbruch am Sonnabend zerstörten die Täter mehrere Türen, stahlen zwei Beamer und zehn Feuerlöscher (die LVZ berichtete). Allein der Wert des Diebesgutes lag bei rund 3000 Euro. Der entstandene Sachschaden dürfte noch deutlich höher ausfallen. Denn die Türen sind nicht einfach nur eingetreten, sondern völlig zertrümmert. Und weil die Täter einen Feuerlöscher im Gebäude versprühten, richteten sie zusätzlich enormen Schaden an.

In der Nacht darauf wüteten wahrscheinlich die selben Vandalen in dem Schulgebäude in der Straße Zum Wäldchen. Sie klauten einen Monitor sowie Klassen- und Notenbücher, verbrannten diese zum Teil. Und wieder herrschte blanke Zerstörungswut: Computertechnik, Kopierer, Faxgeräte und Telefone – alles wurde zerschlagen. Um den größtmöglichen Schaden anzurichten, drehten die Einbrecher noch in einem Klassenzimmer im ersten Geschoss einen Wasserhahn auf, verstopften das Becken und setzten damit alles unter Wasser.

„Das ist schon eine völlig neue Qualität“, sagte am Mittwoch Roman Schulz, Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur in Leipzig. „Das Kollegium dort ist noch immer schockiert.“ Einbrüche in Schulen kämen zwar immer wieder mal vor. Doch meistens handele es sich um eher spontane Taten mit vergleichsweise geringerem Schaden. In Paunsdorf sei es aber offenbar darum gegangen, den Unterricht gezielt zu stören. Dafür spricht, dass die Einbrecher planvoll vorgingen. Bei der ersten Tat lösten sie beispielsweise erst ganz zum Schluss optischen und akustischen Alarm aus, als sie sich an der Brandschutztechnik vergriffen.

Die Sabotageaktionen haben ernste Folgen: Fast eine Woche lang ist in dem Gebäude kein regulärer Schulbetrieb möglich. Roman Schulz, der am Mittwoch vor Ort war: „Es kann frühestens am Freitag wieder Unterricht stattfinden“, sagte er der LVZ. Allein die Reinigung des versprühten Feuerlöschpulvers sei enorm aufwendig. Zur Schadenshöhe liegen laut Polizei noch immer keine Angaben vor.

Für die mehr als 400 Schüler wurde nach Angaben der Bildungsagentur eine Notbetreuung eingerichtet. Zudem wurden Aufgaben verteilt, damit die Unterrichtsinhalte nicht in Gänze den Einbrüchen zum Opfer fallen.

Die Polizei ermittelt unterdessen und sucht Zeugen. Wer verdächtige Personen bemerkt hat, kann sich mit den Ermittlern in Verbindung setzen. Die Tatzeiten waren nach Angaben von Behördensprecherin Birgit Höhn am 19. November gegen 23 Uhr sowie in der Nacht vom 20. zum 21. November zwischen 4 und 5.45 Uhr.

Von Frank Döring

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