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Einbruchserie in Kleingärten - 37 Parzellen betroffen

Einbruchserie in Kleingärten - 37 Parzellen betroffen

Schock für die Gartenfreunde in Paunsdorf: Im Kleingartenverein Ostende sind am Wochenende 29 Lauben aufgebrochen oder beschädigt worden. "Wie die Tatumstände aussehen und wie hoch der Schaden ist, können wir im Moment noch nicht sagen", erklärte Axel Palitzsch vom Polizeirevier Nordost am Montag.

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Unbekannte haben in der Paunsdorfer Kleingartenanlage Ostende auf 39 Parzellen gewütet.

Quelle: André Kempner

Die Ermittlungen würden derzeit noch laufen.

Fest steht, dass 29 Parzellen Unbekannten zum Opfer fielen, in sechs Gartenhäuschen wurde eingebrochen, bei den anderen kam es zu Vandalismus. "Dass jemand etwas stiehlt ist ja noch nachvollziehbar, aber warum sie dann noch Türen eintreten, Zäune und Hecken zerstören, verstehe ich nicht", sagte Palitzsch, der auf Seite der Polizei der Ansprechpartner für die deutschlandweit einmalige Sicherheitspartnerschaft zwischen dem Stadtverband der Kleingärtner Westsachsens, der Stadt Leipzig, der Versicherung und den Ordnungshütern ist.

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Vandalismus im Kleingartenverein Ostende in Paunsdorf: Gartenfreund Fritz Fürst zeigt die Schäden in seinem Garten.

Quelle: André Kempner

Trotz der vorbildlichen Zusammenarbeit sei es nahezu unmöglich, alle Gartenparzellen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu überwachen. "Es gibt 70 Anlagen in Nordost, die können wir nicht ständig im Auge behalten", schränkt Palitzsch ein. Er fordert von den Gartenpächtern, selbst einen Beitrag zur Sicherheit ihrer grünen Oasen zu Leisten. "Es gibt ja bereits Arbeitsgruppen Ordnung und Sicherheit, das kann ausgebaut werden."

Die Hobbygärtner sind überrascht vom Ausmaß der Gewalt. "Das ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass wir einen so großen Einbruch erleben", berichtet Robby Müller, Vorsitzender des Leipziger Stzadtverbands der Kleingärtner. Der erste große Beutezug von Unbekannten erfolgte im vergangenen Oktober. "Damals wurden nach umfangreichen Ermittlungen der Ploitzei drei Männer festgenommen, denen die Einbrüche nachgewiesen werden konnten. Wir dachten, damit wäre Ruhe."

Erst vor einigen Tagen habe man mit der Polizei, Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) und der Versicherung beratschlagt, wie die Sicherheitskooperation in Zukunft weiter gehen kann und "sich auf die Schultern geklopft, weil es bisher so gut klappte". Müller: "Und kurze Zeit später das."

Einen kleinen Trost gibt es für die Opfer der Einbruch- und Vandalismusserie: Durch einen Rahmenvertrag zwischen der Versicherung und dem Stadtverband sind die Gartenpächter abgesichert. "Wir haben mit der Versicherung Kontakt aufgenommen", so Müller. Der Schaden wird wohl erstattet.

Doch nicht nur in Paunsdorf trieben Täter ihr Unwesen, sondern auch in Böhlitz-Ehrenberg. Dort wurden ebenfalls am Wochenende acht Lauben des Kleingartenvereins Luppenaue aufgebrochen. Ob es eine Verbindung zwischen den Tätern gibt, ist derzeit noch nicht klar.

Laut Palitzsch ist die kalte Jahreszeit besonders beliebt für Einbrüche in Gartenanlagen. Diese sind dann weitgehend unbelebt und das bieten den Tätern genügend Zeit, sich umzusehen und unbeobachtet zu handeln.

Reik Anton

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