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Eingestürztes Haus in Reudnitz ist kaum noch zu retten

Eingestürztes Haus in Reudnitz ist kaum noch zu retten

In der Reudnitzer Bernhardstraße droht ein leerstehendes Mehrfamilienhaus einzustürzen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte ein Anwohner gegen 4 Uhr die Polizei informiert.

Leipzig. Wie Polizeisprecherin Birgit Höhn gegenüber LVZ-Online mitteilte, hatte der Mieter lauten Krach und eine Staubwolke bemerkt.

Bei dem Gebäude in der Bernhardstraße 13 war der Dachstuhl eingestürzt. Zudem beulte sich laut Polizeiangaben die Fassade zwischen dem 4. und 5. Stockwerk immer weiter aus. Das Gebäude ist einsturzgefährdet. Etwa 20 Anwohner der umliegenden Gebäude mussten ihre Wohnungen verlassen, dabei kamen Feuerwehr und Polizei zum Einssatz. Die Bernhardstraße ist zwischen Wiebelstraße und Grüner Gasse gesperrt.

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In der Reudnitzer Bernhardstraße droht ein leerstehendes Mehrfamilienhaus einzustürzen. Wie die Polizei am Montag  mitteilte, hatte ein Anwohner gegen 4 Uhr die Polizei informiert. Teile des Dachstuhl waren zusammengebrochen. "Zu einem Komplettabriss gibt es keine Alternative", sagte Hans-Gerd Schirmer, Leiter des Bauordnungsamtes.

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Gegen 7 Uhr übernahmen die Experten vom Bauordnungsamt das Kommando vor Ort. Behördenchef Hans-Gerd Schirmer ließ zunächst die Giebel sichern, um damit die unmittelbare Einsturzgefahr zu beseitigen. Denn die Fachleute befürchteten, dass Nummer 15 bei einem kompletten Einsturz auch die benachbarten Gebäude teilweise mitreißt.

Schon da war klar: Das unter Denkmalschutz stehende Gemäuer ist nicht mehr zu retten. "Zu einem Komplettabriss gibt es keine Alternative", erklärte Schirmer. "Die Schäden sind zu groß, vor allem an den Holzbalken." Erst vergangene Woche habe man das Haus inspiziert, um die Möglichkeiten eines Erhalts zu prüfen. Die Balken seien völlig verfault und von Schwamm befallen, so das erste Fazit. Außerdem stellten die Fachleute Schäden am Fundament fest.

"Der private Eigentümer wollte das Gebäude ohnehin abreißen", berichtete Schirmer. "Aber die Stadt hat sich lange um einen Erhalt bemüht, war deshalb mit dem Besitzer seit längerer Zeit im Gespräch." Mit dem nächtlichen Einsturz wurden auch die Hoffnungen auf einen Erhalt endgültig begraben.

sl/F.D.

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