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Engertstraße in Plagwitz: Unfall mit Betonmischer war ein tödliches Missverständnis

Engertstraße in Plagwitz: Unfall mit Betonmischer war ein tödliches Missverständnis

Nach dem tragischen Verkehrsunfall am Dienstag in der Plagwitzer Engertstraße, bei dem ein 55-jähriger Fußgänger von einem Betonmischer-LKW überrollt worden war, steht nach LVZ-Informationen die Ursache fest: Laut Polizei war es ein tödliches Missverständnis.

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Für den Fußgänger kam in Plagwitz jede Hilfe zu spät.

Quelle: Michael Frömmert

Leipzig. Demnach stieg der Mann gegen 13.15 Uhr aus einem Bus aus und wollte über die Straße gehen. "Eigentlich war es eine klare Situation: Der Fußgänger sah den LKW, der LKW-Fahrer sah den Fußgänger", schilderte Polizeisprecherin Anke Fittkau. "Daraufhin hielt der Laster und der Fußgänger lief wieder ein paar Schritte rückwärts."

Was dann geschah, raubt noch heute den Augenzeugen den Schlaf. "In dem Moment, in dem der LKW wieder anfuhr, machte der Fußgänger wieder einen Schritt nach vorn und wurde von dem LKW sofort erfasst und überrollt", so die Polizeisprecherin. Der Mann geriet mit dem Kopf unter den hinteren linken Reifen, war auf der Stelle tot.

"Der LKW-Fahrer hat das im ersten Moment gar nicht gemerkt, dass er gerade einen Menschen überrollt hat", berichtete Fittkau. "Ein Ehepaar war die ganze Zeit mit dem Auto hinter dem LKW, hat den ganzen Unfall mitbekommen, ist danach dem Lastwagen hinterhergefahren und brachte ihn durch Hupen zum Anhalten."

Dann sei der Fahrer des Betonmischers ausgestiegen. Als er sah, was gerade passiert ist, sei er zusammengebrochen. Der 64-Jährige musste mit einem schweren Schockzustand in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch sechs Augenzeugen brachen nervlich teilweise völlig zusammen, mussten aufgrund akuter Schockzustände ebenfalls stationär behandelt werden.

Gegen den LKW-Fahrer ermittelt die Polizei nun wegen fahrlässiger Tötung. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Frank Döring

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