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Erhöhte Wachsamkeit an Leipziger US-Konsulat – Evakuierung in Berlin und Angriffe in Nahost

Erhöhte Wachsamkeit an Leipziger US-Konsulat – Evakuierung in Berlin und Angriffe in Nahost

Leipzig. Nach der Evakuierung des Berliner US-Konsulates und den anhaltenden Angriffen auf US-Diplomaten in der arabischen Welt sind auch in Leipzig die Sicherheitsvorkehrung am amerikanischen Konsulat erhöht worden.

„Wir haben einen Rundruf des Landeskriminalamtes (LKA) erhalten und wurden über die Vorkommnisse in Berlin informiert“, sagte Uwe Voigt, Sprecher der Leipziger Polizei gegenüber LVZ-Online. Daraufhin wurde der Objektschutz an  der US-Vertretung in der Wilhelm-Seyfferth-Straße sensibilisiert und zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Trotzdem mahnte Voigt auch zu Ruhe: „Wir haben das Haus noch nicht verbarrikadiert.“

Nach Angaben von LKA-Sprecher Tom Bernhardt sind die Vorkehrungen in Sachsen ohnhin schon hoch. "Das erfordert die allgemeine Weltlage", so der Sprecher. Das Hauptaugenmerk im Freistaat liege dabei neben dem Konsulat auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Dort landen regelmäßig zivile Maschinen mit amerikanischen Soldaten an Bord zwischen.

Das US-Konsulat in Berlin-Dahlem ist am Donnerstag teilweise geräumt worden, nachdem mehrere Mitarbeiter plötzlich über Atemwegsprobleme geklagt hatten. Gegen 11 Uhr habe ein Mann mit vermutlich albanischer Staatsangehörigkeit in der Visa-Stelle seinen Pass vorgelegt, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Daraufhin sei einer Mitarbeiterin übel geworden.

Sie und zwei Kolleginnen kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr sprach zunächst von einer ominösen Substanz, doch gefunden wurden nichts. Nach etwa vier Stunden wurde Entwarnung gegeben. Der zunächst verdächtigte Mann kam wieder auf freien Fuß. Ursprünglich hieß es in Sicherheitskreisen, es sei eine verdächtige Sendung im Konsulat eingegangen.

Die Ermittler überprüften den Vorfall auch im Zusammenhang mit den Protesten und gewalttätigen Übergriffen auf US-Konsulate in der arabischen Welt. Dort war es in dieser Woche zu heftigen Reaktionen wegen eines US-Films gekommen, der den Propheten Mohammed verunglimpft. Bei der Attacke auf das Konsulat in der libyschen Küstenstadt Bengasi waren in der Nacht auf Mittwoch der Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner ums Leben gekommen.

Matthias Puppe / dpa

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