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Erneut Brandstiftung auf Gnadenhof in Leipzig-Holzhausen – Gerichtsstreit über "Gackerzeiten"

Erneut Brandstiftung auf Gnadenhof in Leipzig-Holzhausen – Gerichtsstreit über "Gackerzeiten"

 Leipzig. Auf einem Gnadenhof in Leipzig-Holzhauen haben Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch erneut Feuer gelegt. Wie die Polizei mitteilte, wurden kurz vor Mitternacht Strohballen auf dem Gelände am Wiesenblumenweg angezündet, die in der Nähe eines Hühnerstalls gelagert waren.

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Die Feuerwehr konnte das Feuer zügig löschen, Tiere kamen dieses Mal nicht zu Schaden.

Quelle: Holger Baumgärtner

Das Feuer griff über, zwei Hühner kamen ums Leben. Vergangene Woche waren am selben Ort bereits 100 Tiere durch einen Brand verendet. Die Polizei ermittelt nun vor allem im direkten Umfeld des Gnadehofs, der lange Zeit auch Grund für einen bizarren Nachbarschaftsstreit war.

Die Flammen aus den Strohballen hatten am späten Dienstagabend schnell auf Teile des Hühnerstalls übergegriffen. „Ich wurde durch einen Nachbarn darauf aufmerksam gemacht“, sagte Besitzer Lutz Bunge gegenüber LVZ-Online. Bunge alarmierte Feuerwehr und Polizei, die Rettungskräfte waren schnell Herr der Lage, retteten das Federvieh aus dem Stall und installierten ein temporäres Gebläse, das die giftigen Rauchschwaden vertreiben sollte. Für zwei Hühner kam die Hilfe jedoch zu spät, die Tiere waren bereits verendet.

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Leipzig. Auf einem Gnadenhof in Leipzig-Holzhauen haben Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch erneut Feuer gelegt. Kurz vor Mitternacht wurden Strohballen auf dem Gelände angezündet, die in der Nähe eines Hühnerstalls gelagert waren. Das Feuer griff über, zwei Hühner kamen ums Leben. Die Polizei ermittelt nun auch im direkten Umfeld des Gnadehofs, der zuvor auch Grund für einen Nachbarschaftsstreit war.

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Ermittlungen im Umfeld des Tatorts – Streit über zu laut gackerndes Federvieh

 

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Gnadenhof-Betreiber Lutz Bunge hofft, dass die Täter bald gefunden werden.

Quelle: André Kempner

Vergangene Woche musste der Gnadenhofbesitzer nach einem ähnlichen Feuer insgesamt 100 Enten und Gänse beklagen. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die oder der Täter nicht überregional, sondern im Umfeld des Tatorts zu suchen sind, sagte ein Sprecher am Mittwoch. „Ich dachte letzte Woche ja auch noch an einen Kinderstreich. Jetzt weiß ich zumindest, dass es eindeutig gegen die Tiere und nicht gegen mich persönlich geht. Denn nicht weit vom Stall entfernt stand auch ein Bagger, der wurde aber nicht beschädigt“, sagte Bunge und fügte an: „Es ist wichtig, dass die Täter jetzt schnell gefunden werden“.  

Bunge hat deshalb selbst eine Belohung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung der Täter führen. Zudem würde er sich über Hilfe für die verbliebenen Tiere freuen, weil beim Feuer am Dienstagabend auch Futtermittel zerstört wurde. „Da waren bereits Spenden vom Futtermittelhersteller in Großpösna dabei, die jetzt leider auch verbrannt sind“, so der Tierasylbetreiber weiter.

 

Mitte der 2000er Jahre sorgte das Tierasyl in Holzhausen bereits für großes mediales Aufsehen, gaben sich hier auch überregionale Fernsehteams die Klinke in die Hand. Grund war ein bizarrer Nachbarschaftsstreit mit einer Anwohnerin über zu laut gackerndes Federvieh und ein Schatten werfendes Windrad auf dem Hof. Die Auseinandersetzung wurde letztlich sogar vor dem Amtsgericht geführt.

Justizia legte damals fest, dass Bunges damaliger Gockel Helmut und die Hühner nur tagsüber gackern dürfen, es zwischen 22 Uhr und 6 Uhr keine störenden Tiergeräusche geben darf. Bei Zuwiderhandlung drohten dem Besitzer bis zu 250.000 Euro Strafe. „Diese Verfügung gilt noch immer“, sagte Bunge am Mittwoch.

Matthias Puppe

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