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Erneut Prozess gegen Leipziger Jugendbande - Verteidigung strebt Bewährungsstrafe an

Erneut Prozess gegen Leipziger Jugendbande - Verteidigung strebt Bewährungsstrafe an

Der Prozess um die Leipziger Jugendbande wird neu aufgerollt. Am nächsten Mittwoch startet am Landgericht die Berufungsverhandlung gegen den Gang-Ältesten Kay L.

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Vier Mitglieder der berüchtigten Leipziger Kinderbande standen im Obktober 2012 vor Gericht.

Quelle: André Kempner

Leipzig. (22) sowie Jürgen W. (15). Beide waren im Oktober 2012 am Amtsgericht wegen schweren Bandendiebstahls und weiterer Delikte verurteilt worden: Kay L. wegen 18 Fällen zu vier Jahren und einem Monat Haft, Jürgen W. wegen neun Fällen zu einer Jugendstrafe von anderthalb Jahren Haft ohne Bewährung. Sie hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt, wollen mildere Strafen erzielen.

Von besonderem Interesse dürfte sein, wie die 3. Strafkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Richter Norbert Göbel mit dem im kubanischen Holguin geborenen Jürgen W. verfährt. Er hatte, wie seine Komplizen, am Amtsgericht ein Geständnis abgelegt, war aber zum zweiten Prozesstag gar nicht mehr aufgetaucht. Zudem sorgte er kurz nach seiner Verurteilung für Aufsehen, als er im November 2012 innerhalb weniger Tage gleich zweimal bei erneuten Beutezügen gefasst wurde: Erst wollte er in eine Grünauer Physiotherapie einbrechen, dann lieferte er sich nach einem missglückten Zigarettendiebstahl am Lindenauer Markt eine Rangelei mit einem Ladendetektiv. Und das, obwohl die Verteidigung des Intensivstraftäters mit der Berufung eine Bewährungsstrafe erreichen will.

Für zwei weitere Bandenmitglieder war die Sache bereits im Herbst 2012 am Amtsgericht erledigt: Ein 14-Jähriger kam mit einem Jahr auf Bewährung davon, das Verfahren gegen einen 15-Jährigen wurde eingestellt. Die angeklagten 23 Straftaten zwischen Dezember 2011 und Mai 2012 sind nur die Spitze des Eisberges. Auf das Konto der Kinderbande gehen hunderte Diebstähle in Leipzig, weitere Verfahren sind laut Staatsanwaltschaft noch anhängig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.04.2013

Frank Döring

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