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Erneut Überfall auf einen Minderjährigen in Leipzig – Räuber erbeutet fünf Euro

Erneut Überfall auf einen Minderjährigen in Leipzig – Räuber erbeutet fünf Euro

Am Donnerstagabend ist in Leipzig erneut ein Kind ausgeraubt worden. Der 13-Jährige stieg gegen 18.15 Uhr in Lützschena-Stahmeln aus der Straßenbahn und wollte nach Hause laufen, als ihn der Täter attackierte.

Leipzig. Der Überfall war nicht der erste auf Minderjährige in diesem Jahr. Vor zwei Wochen war ein ebenfalls 13-Jähriger in einer Straßenbahn mit einem Messer bedroht und ausgeraubt worden. Zudem gab es in den vergangenen Wochen auch weitere Angriffe auf Kinder – mutmaßlich aber ohne räuberische Absicht.

Der Täter am Donnerstagabend war seinem Opfer nach Verlassen der Straßenbahn erst auf der gegenüberliegenden Straßenseite gefolgt. Wenig später sprach der Mann den Jungen von hinten an und schlug ihm unmittelbar mit der Faust ins Gesicht. Der Angreifer forderte nun Geld, und der 13-Jährige übergab alles, was er besaß: insgesamt fünf Euro. Anschließend konnte der Räuber ungehindert flüchten. Der Junge lief mit blutender Nase nach Hause und die Mutter benachrichtigte die Polizei.

Die erste Täterbeschreibung spricht von einem etwa 30 bis 35 Jahre alten, schlanken Mann mit Drei-Tage-Bart. Er soll zum Zeitpunkt des Überfalls einen blauen Kapuzenpullover, blaue Jeans und einen schwarz-orangenen Rucksack getragen haben. Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter (0341) 96 64 66 66 oder in der Dimitroffstraße 1 entgegen.

Kripo geht nicht von Serientäter aus – Beschreibungen zu unterschiedlich

Am vergangenen Dienstagnachmittag wurde in der Schönefelder Bästleinstraße eine Elfjährige von einem Unbekannten angegriffen. Der Mann hielt die Schülerin fest, das Mädchen wehrte sich und Dank dem Eingreifen von Zeugen ließ der Täter letztlich ab. Im Januar war es zu einem ähnlichen Fall in Mockau gekommen, als Unbekannte einen Elfjährigen vom Hof des Brockhausgymnasiums ziehen wollte. Der Schüler konnte sich allerdings losreißen und flüchten.

Bei dem Raubüberfall am 21. Januar in einer Straßenbahn in Richtung Stötteritz wurde ein 13-Jähriger von zwei Unbekannten mit einem Messer bedroht. Der Junge büsste bei dem Vorfall sein Smartphone ein.

Dass es nun erneut zu einem Raubüberfall auf einen Minderjährigen gekommen ist, hält die Polizei für einen Zufall. „Die Täterbeschreibungen bei den vergangenen Fällen waren alle sehr unterschiedlich“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online. Deshalb werde auch nicht nach einem möglichen Serientäter gefahndet.

„Schulwege sind eine sensible Geschichte. Sie müssen sicher für alle Kinder sein", sagte gestern Andreas Geisler, der Vorsitzende des Stadtelternrates. Daher hoffe er, dass die Polizei alle Delikte rasch aufklärt. Im Moment seien nur Einzelfälle bekannt. Es gebe keine Anzeichen für eine besondere Gefährdung von Kindern in Leipzig. „Bei uns sind die Kinder sensibilisiert und belehrt worden – es gibt momentan keinen Grund zur Panikmache", ergänzte Linda Polenz, Elternsprecherin der 21. Grundschule in der Schönefelder Stöckelstraße. Viele Eltern würden ihre Sprösslinge aber dennoch zur Schule bringen, weil sie besorgt sind.

Matthias Puppe

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