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Fahrkartenautomaten in Leipzig und Pegau gesprengt - Täter flüchten

Fahrkartenautomaten in Leipzig und Pegau gesprengt - Täter flüchten

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Freitag in Pegau (Kreis Leipzig) einen Fahrkartenautomaten gesprengt. Das Gerät sei durch die Explosion komplett zerstört worden, teilte die Polizei mit.

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In Leipzig-Meusdorf machten sich in der Nacht zum Donnerstag Unbekannte an einem Fahrkartenautomaten der LVB zu schaffen (Symbolfoto).

Quelle: André Kempner

Pegau. Bereits am Donnerstagmorgen hatten Unbekannte in Leipzig-Meusdorf einen Automaten der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) gesprengt. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt.

Drei Personen machten sich in der Nacht zu Freitag gegen 2.20 Uhr auf dem Pegauer Bahnhof an einem Fahrkarten-Automaten zu schaffen und fielen dabei dem Fahrdienstleiter auf. Während dieser die Polizei verständigte, gab es einen lauten Knall, und die Verdächtigen rannten in Richtung Stadt. So beschreibt Karin Meyer, Sprecherin der Bundespolizei, der LVZ gegenüber, was sich am Freitag in Pegau zutrug. „Wir haben gemeinsam mit der Polizei sofort eine Fahndung eingeleitet, doch sie blieb vorerst ohne Ergebnis“, so Meyer.

Umso deutlicher ist das Ergebnis des Anschlags auf dem Bahnhof: Der Automat wurde durch eine Explosion komplett zerstört. Allerdings sei es den Tätern nicht gelungen, an die Geldkassette heranzukommen, so die Sprecherin. Entschärfer der Bundespolizei nahmen kurz darauf das Gerät unter die Lupe. Und fanden bestätigt, dass eine Rohrbombe gezündet worden war.

LVB-Automat mit gasförmiger Substanz präpariert

Inzwischen hat die Bundespolizei, für Straftaten an Bahnanlagen zuständig, die Ermittlungen an die Polizeidirektion Westsachsen übertragen. „Wir prüfen, ob es einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Fall in der Nacht zuvor in Leipzig gibt“, bestätigte Polizeisprecher Christian Mörschke der LVZ. Am Donnerstagmorgen hatten Unbekannte in Meusdorf einen Automaten der Leipziger Verkehrsbetriebe gesprengt, Sachschaden 32.000 Euro.

Nach Angaben der Polizei präparierten die Täter gegen 4.20 Uhr das Gerät an der Endhaltestelle der Linie 15 in der Prager Straße in Meusdorf mit einer gasförmigen Substanz und entzündeten diese. Offenbar versuchten sie, an das Geld des Automaten zu gelangen. Wie Kriminalhauptkommissar Jack Dietrich vom Lagezentrum der Polizei erklärte, sei der Automat vollständig zerstört worden. Die Höhe der Beute blieb zunächst unklar. Die Kripo sicherte am Tatort Spuren.

Offen ist zurzeit noch, ob es einen Zusammenhang gibt zu ähnlichen Anschlägen auf Automaten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Brandenburg. Von den vier Tatverdächtigen, die damals ermittelt wurden und gegen die die Staatsanwaltschaft Leipzig inzwischen Anklage erhoben hat wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung in neun Fällen, befinden sich zwei 19-Jährige in Haft. Ein 18- und ein 20-Jähriger seien aber auf freien Fuß gesetzt, erklärte Ricardo Schulz, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Alle vier stünden ab Mitte September vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes Leipzig. Der Beginn der Hauptverhandlung ist auf den 14. September terminiert.

es / F.D.

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