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Polizeiticker Leipzig Fall Sophia L.: Auslieferung des Tatverdächtigen wurde ausgesetzt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Fall Sophia L.: Auslieferung des Tatverdächtigen wurde ausgesetzt
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16:15 10.07.2018
Polizisten sichern am Fundort einer Frauenleiche, nahe der Autobahn im spanischen Asparrena, Spuren. Durch DNA-Analyse wurde die Tote später als Sophia L. aus Leipzig identifiziert. Quelle: dpa
Leipzig

Im Fall der getöteten Sophia L. aus Leipzig ist die Auslieferung des in Spanien inhaftierten Tatverdächtigen vorläufig ausgesetzt worden. Das erklärte ein Sprecher des Nationalen Gerichtshofs (Audiencia Nacional) in Madrid am Dienstag gegenüber LVZ.de. Bevor der 41-Jährige nach Deutschland überstellt werden könne, müsse das Untersuchungsgericht in Vitoria seine Ermittlungen im Fall erst komplett abgeschlossen haben. Wie lange die Recherchen noch andauen, ist unklar.

Ebenfalls bisher nicht bei den ermittelnden Behörden in Bayreuth angekommen ist der spanische Autopsie-Bericht des Leichnams. Polizei und Staatsanwaltschaft wissen vorerst nur, dass ein DNA-Abgleich der in Nordspanien gefundenen Frauenleiche die Identität von Sophia L. zweifelsfrei nachgewiesen habe.

Tag24 hatte am Dienstag mit Verweis auf spanische Medien ausführlich aus dem Bericht zitiert und unter anderem behauptet, Sophia L. sei durch „stumpfe Gewalt“ zu Tode gekommen. Eine Nachfrage von LVZ.de beim zuständigen Gericht in Vitoria-Gasteiz, wo der Leichnam obduziert wird, ergab für diese Angaben keine Bestätigung. Auch Herbert Potzel, leitender Oberstaatsanwalt in Bayreuth, wies die Informationen zurück.

Die 28-jährige Leipziger Studentin Sophia L. wollte am 14. Juni von einem Autohof bei Schkeuditz bis in ihre Heimat nach Bayern trampen. Sie stieg an der Autobahn 9 in einen Lastwagen, danach verlor sich ihre Spur. Familie und Freunde starteten bereits am nächsten tag eine groß angelegte Suchaktion, konnten den Lastwagenfahrer letztlich in Spanien auch telefonisch erreichen.

Dieser behauptete, Sophia L. in Bayern abgesetzt zu haben. Am 21. Juni wurde in Südspanien dann ein 41-Jähriger festgenommen, der laut hiesiger Polizeibehörden im dringenden Verdacht steht, Sophia L. ermordet zu haben. Zudem wurde in Nordspanien, an der nachgewiesenen Fahrtroute des Lkw-Fahrers, einen Frauenleiche entdeckt. Am 29. Juni führte ein DNA-Abgleich mit Gen-Material der vermissten Tramperin, zur Identifizierung der Toten.

Von Martin Dahms / mpu

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