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LKA-Warnung: Falsche Polizeibeamte betrügen Senioren in Leipzig

Wertsachen in Gefahr LKA-Warnung: Falsche Polizeibeamte betrügen Senioren in Leipzig

In der Messestadt häufen sich Fälle von Betrügereien, bei denen vermeintliche Polizeibeamte Senioren anrufen und von diesen die Herausgabe von hohen Geldbeträgen verlangen.

Symbolfoto
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Das Landeskriminalamt (LKA) warnt vor falschen Polizeibeamten in der Messestadt. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, häufen sich Fälle in denen ältere Leipziger von vermeintlichen Beamten angerufen und zur Herausgabe von fünfstelligen Geldbeträgen aufgefordert werden. Das LKA bittet Betroffene nun darum, sich umgehend bei den echten Behörden zu melden.

Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Täter bei ihren Betrügereien immer auf ähnliche Art und Weise vor: „Eine mit leichtem Akzent aber gut deutsch sprechende Person ruft bei den Betroffenen in den Abend- bzw. Nachtstunden an und stellt sich mit ‚Polizei‘ vor. Es wird erzählt, dass mehrere Einbrecher in unmittelbarer Wohnungsnähe des Angerufenen festgenommen wurden. Diese Täter hätten einen Zettel mit der Adresse der Betroffenen dabei gehabt und man befürchtet nun einen weiteren Einbruch“, heißt es im Bericht des LKA.

Die Betrüger behaupten anschließend, die Polizei würde das betroffene Haus bewachen. Im Folgenden wird auch nach Geld und Wertsachen gefragt, diese sollten „zur Sicherheit“ an die Polizei übergeben werden. „Die Geschädigten werden täterseitig sehr stark unter Druck gesetzt, gegenüber der eigenen Familie, Bankmitarbeitern oder ermittelnden Polizeibeamten äußerst verschlossen zu sein“, so die Angaben des Landeskriminalamtes.

Leipzger, die in den vergangen Wochen und Monaten Entsprechendes erlebt haben oder die aktuell in Kontakt mit solchen vermeintlichen Polizeibeamten stehen, sollen sich umgehend auf einem Polizeirevier oder telefonisch unter der Rufnummer 0341/966 4 66 66 melden.

Von mpu

Um Missverständnissen vorzubeugen, stellten die Beamten am Donnerstag klar

Die Polizei nutzt in keinster Weise die Notrufnummer 110, um mit Personen in Verbindung zu treten. Diese Rufnummer dient ausschließlich der Entgegennahme von Notrufen von Bürgern!

+ Kein Polizeibeamter wird Sie zur Auflösung Ihres Kontos oder von Sparverträgen auffordern!

+ Kein Polizeibeamter wird von Ihnen persönliche Vermögensdaten am Telefon erfragen und Ihnen mitteilen, dass Ihr Geld auf der Sparkasse oder Bank nicht mehr sicher sei!

+ Kein Polizeibeamter wird bei Ihnen anrufen, sie über Verfahren oder verdeckte Polizeimaßnahmen informieren!

+ Kein Polizeibeamter wird Sie auffordern, Ihr Geld nach Hause zu holen und in der Folge an einen „verdeckten Ermittler“ zu übergeben! Dies trifft auch auf Schmuck und andere Wertsachen zu.

Zudem raten die Beamten dazu:

+ Besprechen Sie mysteriöse/ ungewöhnliche Anrufe mit Familienangehörigen oder Nachbarn! Holen Sie sich Rat bei Verbraucherzentralen bzw. bei Ihrem Bankberater.

+ Vertrauen Sie nicht den angezeigten Telefonnummer auf Ihrem Telefon, wenn Sie diese nicht kennen bzw. Sie sich nicht sicher sind, ob diese korrekt ist. Nutzen Sie nicht die Wahlwiederholung für einen Rückruf, sondern die Nummer der örtlichen Polizei aus dem Telefonbuch/ Internet. Noch besser ist ein persönlicher Besuch auf der Dienststelle.

 

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