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Farbbeutel und Parolen – Attacke auf LKG-Carré in Leipzig

Bekennerschreiben im Internet Farbbeutel und Parolen – Attacke auf LKG-Carré in Leipzig

Die CG-Gruppe bleibt weiter im Fokus von Linksextremisten. Vermutlich in der Nacht zu Dienstag attackierten Unbekannte das Mitte Juli eröffnete LKG-Carré in der Prager Straße

Schmierereien am LKG-Carré in Leipzig.

Quelle: LVZ

Leipzig.  Die CG-Gruppe bleibt weiter im Fokus von Linksextremisten. Vermutlich in der Nacht zu Dienstag attackierten Unbekannte das Mitte Juli eröffnete LKG-Carré in der Prager Straße. „Wir haben einige Farbeier an die blanke Fassade geworfen und Rigaer-freundliche sowie CG-feindliche Parolen hinterlassen“, heißt es in einem Bekennerschreiben, das am Dienstag kurz vor 1 Uhr auf dem linksalternativen Internetportal Indymedia veröffentlicht wurde.

Der erneute Anschlag hängt offenbar mit einem Neubauprojekt der CG-Gruppe in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain zusammen, gegen das die linke Szene seit Wochen mobil macht. Wie berichtet führten Polizeieinsätze im linksalternativen Wohnprojekt in der Rigaer Straße 94 zu massiven Krawallen in der Hauptstadt – und zu sogenannten Resonanzstraftaten von Unterstützern im Bundesgebiet.

Im jüngsten Bekennerschreiben nehmen die Täter Bezug darauf: „In Berlin gab es vor einigen Wochen eine Werbeveranstaltung für das Luxuswohnprojekt der CG-Gruppe „Carré Sama-Riga“ in der Nachbarschaft der R94“, so die anonymen Verfasser. Das Auftreten der Immobilienunternehmer habe man als „arrogante Kampfansage gegen uns verstanden“, so die Linksradikalen. „Wahrscheinlich ist es unter herausfordernden Umständen möglich die Baustelle in der Rigaer Straße zu bewachen. Es wird allerdings teuer, das auch für alle anderen Projekte der CG-Gruppe und ihrer Töchter zu organisieren“, drohen sie nun. „Die GG-Gruppe ist an vielen Orten, wir sind überall.

Erst im Juni hatten Unbekannte in Leipzig sieben Fahrzeuge der CG-Gruppe in Brand gesetzt – „aus Solidarität mit Berlin und als Zeichen gegen die ständige Aufwertung der Städte“, wie es damals in einem Bekennerschreiben hieß. Laut Behördenangaben entstand insgesamt ein Schaden im sechsstelligen Bereich. Seither ermittelt der Staatsschutz.

Den aktuellen Fall prüft die Polizei derzeit, wie es auf Anfrage hieß. Zur Höhe des Schadens am LKG-Carré lagen noch keine konkreten Angaben vor. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude-Ensemble, einst Sitz der Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft, war in den vergangenen drei Jahren für rund 53 Millionen Euro saniert und umgebaut worden. Es entstanden 335 Wohnungen, rund 1800 Quadratmeter Büro- und Ladenflächen und eine Tiefgarage mit 216 Stellplätzen.

Von Frank Döring

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