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Feuer tötet 100 Tiere auf Leipziger Gnadenhof – Besitzer setzt tausend Euro für Hinweise aus

Feuer tötet 100 Tiere auf Leipziger Gnadenhof – Besitzer setzt tausend Euro für Hinweise aus

Viele seiner Enten und Gänse erstickten im Qualm, die Küken verbrannten teilweise bei lebendigem Leib. Im Stall von Lutz Bunge in Leipzig-Holzhausen sind in der Nacht zum Donnerstag bei einem verheerenden Feuer rund 100 Tiere qualvoll ums Leben gekommen.

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Lutz Bunge in seinem Geflügelstall: Auf dem Gnadenhof in Leipzig-Holzhausen kamen bei einem Feuer rund 100 Tiere ums Leben.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Für Hinweise zu den Brandstiftern hat der Inhaber des Gnadenhofs eine Prämie von 1000 Euro ausgesetzt. Im Internet löste die Tragödie eine Welle der Solidarität aus. Eine Spendenaktion ist bereits in Vorbereitung.

„Mir fehlen die Worte“, sagt Lutz Bunge. Der 54-Jährige hält auf seinem Gnadenhof im Leipziger Südosten Geflügel, das von der Industrie aussortiert wurde. Rund 50 Osterküken waren gerade erst geschlüpft. Ausgerechnet in ihrem Stall wurde offenbar das Feuer gelegt: Die Täter drangen laut Polizei gegen 22 Uhr auf das Grundstück neben der Kelterei Bunge ein und entfachten einen Brand, der einem Großteil des Tierbestands im Wiesenblumenweg das Leben kostete.

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Leipzig. Viele seiner Enten und Gänse erstickten im Qualm, die Küken verbrannten teilweise bei lebendigem Leib. Im Stall von Lutz Bunge in Leipzig-Holzhausen sind in der Nacht zum Donnerstag bei einem verheerenden Feuer rund 100 Tiere qualvoll ums Leben gekommen. Für Hinweise zu den Brandstiftern hat der Inhaber des Gnadenhofs eine Prämie von 1000 Euro ausgesetzt. Im Internet löst die Tragödie eine Welle der Solidarität aus.

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Feuerwehr konnte 40 Tiere retten

Von den rund 150 Tieren konnte die Feuerwehr nur etwa 40 retten. Fast alle Küken sowie zahlreiche Gänse und Enten, darunter zwei brütende Hennen, verendeten. „Vieles spricht für eine Brandstiftung“, sagt Polizeisprecher Uwe Voigt. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatten der oder die Täter zunächst vergeblich versucht, einen kleineren rund 50 Quadratmeter großen Stall anzuzünden. „Augenscheinlich erstickte hier das Feuer von selbst“, berichtete Voigt. „Eine Brandausbruchsstelle konnte später durch die Beamten entdeckt werden.“

Weniger Glück hatten die Tiere in dem nebenan liegenden, rund 200 Quadratmeter großen Stall. Dort brannte es lichterloh. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehren Holzhausen und Engelsdorf eintrafen, drang bereits dichter Qualm aus dem Gebäude. „Erste Tiere wurden aus dem Objekt gerettet und anschließend das Feuer gelöscht“, so Voigt. Die meisten der rund 100 verendeten Tiere starben an einer Rauchgasintoxikation. Auf dem Hof werden neben Geflügel auch kleine Ziegen und Mini-Schafe gehalten. Sie blieben bei dem Brand unversehrt.

Facebook-User rufen zu Spenden auf

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"Als ich das sah, habe ich einen Aufschrei von Hass empfunden“, sagt Hofinhaber Lutz Bunge.

Quelle: Dirk Knofe

Bunge entstand durch das Feuer ein Schaden von rund 4000 Euro. Auch Gartenmöbel und Pumpen wurden bei dem Brand zerstört. Weit schwerer wiegt jedoch der Verlust seiner geliebten Tiere. „Als ich das sah, habe ich einen Aufschrei von Hass empfunden“, zeigte sich der 54-Jährige am Donnerstag gegenüber LVZ-Online noch immer geschockt. Auch im Internet äußerten viele Leipziger ihr Unverständnis über diesen Akt der Barbarei. „Unfassbar“, schreibt ein Nutzer bei Facebook. „Wie dumm und gefühllos muss man sein, unschuldige Lebewesen zu töten“, empört sich eine andere Userin.

Die Internetgemeinde rief am Donnerstag aus Solidarität zu Spenden auf. „Das würde mir natürlich sehr helfen, den Stall wieder aufzubauen und Futter zu kaufen“, freut sich Bunge über die angekündigte Hilfe. Ein Spendenkonto ist bereits in Vorbereitung. Das übrig bleibende Geld will der Stalleigentümer an die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd spenden.

Bislang keine Hinweise auf Tierhasser

Bunge selbst setzte am Donnerstag 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen. „Solchen kranken Leuten muss man das Handwerk legen“, meint der Hofbesitzer. Ob hinter der Brandstiftung tatsächlich Tierhasser stecken, ist laut Polizei bislang jedoch unklar. Konkrete Hinweise darauf gebe es bislang nicht, so Polizeisprecher Voigt. Ärger oder Drohungen habe es in der Vergangenheit nie gegeben, betonte auch Bunge gegenüber LVZ-Online.

Brandursachenermittler suchten am Donnerstag in den verkohlten Ställen nach Spuren. Wie Bunge sagte, seien dabei auch DNA-Spuren sichergestellt worden. Ergebnisse sollen jedoch erst in den nächsten Tagen feststehen, so die Polizei. Auch ein möglicher Zusammenhang zu anderen Bränden der letzten Zeit in Holzhausen werde derzeit geprüft, erklärte Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online.

Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Robert Nößler

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