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Filmdreh löst Polizei-Großeinsatz an Tankstelle im Leipziger Osten aus

Filmdreh löst Polizei-Großeinsatz an Tankstelle im Leipziger Osten aus

Dieser Einsatz war im Drehbuch nicht vorgesehen: Am Sonntag umstellte die Polizei die Shell-Tankstelle in der Riebeckstraße/Ecke Eilenburger Straße, nachdem im Führungs- und Lagezentrum ein Alarmruf eingegangen war.

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Die Shell-Tankstelle in der Riebeckstraße/Ecke Eilenburger Straße am Pfingstsonntag.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Der telefonische Hinweis bezog sich auf einen bewaffneten Raubüberfall auf dem Gelände. Die Beamten rückten mit einem Großaufgebot an, um den oder die Täter zu stellen und Schlimmeres zu verhindern. Schließlich war es in den vergangenen Wochen mehrfach zu ähnlichen Straftaten gekommen.

Diesmal erwies sich die Lage allerdings als harmlos: Vor Ort waren keine Gangster zu Gange, sondern es drehte ein Filmteam, das eine Überfallszene nachstellte. Entsprechend überrascht waren die Tankstellen-Mitarbeiter und der Filmtrupp, als plötzlich die Einsatzkräfte auftauchten. Regisseur Lorenz Piehl sagte der LVZ, er bedauere dieses große Missverständnis. Der Drehtermin sei kurzfristig anberaumt und mit der Tankstellen-Pächterin abgestimmt worden. Allerdings hatte die Polizei davon keine Kenntnis.

"Die Beamten haben natürlich richtig reagiert, sie mussten ja von einer Bedrohungslage ausgehen", so Piehl, der mit seiner Schauspieler-Mannschaft ab 11 Uhr an der Tanke die Kamera laufen ließ - bis am Nachmittag die Polizei dem Ganzen eine dramatische Komponente gab. "Das soll ein Bewerbungsstreifen für ein Studium in szenischer Regie werden", erklärte der Leipziger Künstler. "Mit Shell hat das nichts zu tun, Drehort hätte auch eine andere Tankstelle sein können."

Aus dem Führungs- und Lagezentrum hieß es knapp: "Das war nur heiße Luft." Mit Konsequenzen müsse der Filmschöpfer wohl nicht rechen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2013

Mario Beck

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