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Fliegerbombe in Leipzig-Wahren erfolgreich gesprengt

Liveticker Fliegerbombe in Leipzig-Wahren erfolgreich gesprengt

Ausnahmezustand in Wahren: Ein Blindgängerfund sorgte am Donnerstag für Chaos im Leipziger Nordwesten. Häuser mussten evakuiert, Straßen gesperrt und Züge umgeleitet werden. Am Nachmittag konnte die Bombe kontrolliert gesprengt werden. LVZ.de begleitete das Geschehen mit einem Live-Ticker.

Die Bombe wurde kurz nach 15 Uhr gesprengt.

Quelle: Dirk Knofe/Polizei

Leipzig. „Wir hatten hier vor Ort sehr schwierige Bedingungen. Die Bombe war schwer zugänglich“, erläuterte Sprengmeister Holger Klemig nach der erfolgreichen Detonation um 15.08 Uhr. Denn die Spitze der Bombe lag in rund fünf Metern Tiefe in extrem hartem Lehmboden und war von Wasser umgeben – der Rest des Sprengkörpers steckte senkrecht darunter in der Erde.

„Wir haben uns aufgrund des Langzeitzünders und der Lage gegen eine Entschärfung und für eine Sprengung entschieden.“ Für den 54-Jährigen war es einer seiner bisher größten Einsätze. „Normalerweise finden sich in Sachsen hauptsächlich 250-Kilo-Bomben. Hier hatten wir es mit einer 500-Kilo-Bombe zu tun“, erklärte der Experte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. "Dafür ist es zu vergleichsweise geringen Schäden gekommen."

Die Detonation verlief am Ende planmäßig. Rund 30 Meter hoch schoss die Fontäne aus Wasser, womit der Blindgänger zuvor aus Sicherheitsgründen gedämmt wurde. "Personen wurden nicht verletzt. Größere Schäden sind nicht entstanden", bilanzierte die Polizei. Der Zeitpunkt der Sprengung hatte sich immer wieder verzögert – am Ende um rund drei Stunden. Der Grund: Es mussten 40.000 Liter Wasser in speziellen Tanks verfüllt werden. Dafür reichten die Kapazitäten der vorhandenen Einsatzfahrzeuge nicht aus – man musste nachtanken.

Nachdem der Blindgänger am Mittwochmittag bei Bodensondierungsmaßnahmen für Bauarbeiten auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums entdeckt worden waren, herrschte Ausnahmezustand im Stadtteil. Rund 150 Polizisten und 25 Kameraden der Feuerwehr waren im Einsatz, um den Fundort abzusichern, Straßen zu sperren, und Häuser zu evakuieren. Bereits am Tag zuvor waren die Anwohner durch die Behörden informiert worden, dass sie am Donnerstag ihre Wohnungen verlassen müssen.

Fotos von der Bombensprengung am 14. Januar 2016 in Leipzig-Wahren. Zuvor mussten mehrere hundert Menschen ihre Häuser rund um den Fundort der 500-Kilo-Bombe am Wahrener Bahnhof verlassen.

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Um den Fundort wurde ein Schutzradius von 750 Metern gezogen, der auf der B 6 von der Pittlerstraße bis zur Stahmelner Allee reichte. Rund 200 Bewohner und auch ein Kindergarten wurden zur Evakuierung aufgefordert. Die Polizei kontrollierte alle Häuser ein zweites Mal, um etwa gehbehinderte Bewohner zu erreichen.

Als Ausweichquartier war die Paul-Robeson-Schule vorgesehen. Bevor hier allerdings rund 60 Menschen Zuflucht finden konnten, hatte es am Morgen Verwirrung gegeben. Da die Schulleitung zunächst nicht erreichbar war, stand die eigentlich angedachte Sporthalle vorerst nicht als Quartier zur Verfügung. Der Hausmeister handelte und öffnete die Türen des Hauptgebäudes für die Menschen.

Video von der Sprengung

Rund 25 Anwohner hatten sich am Vormittag in den Räumlichkeiten eingefunden. Die Stimmung war angesichts der Situation bei den Meisten entspannt. „Wir können ja ohnehin nichts daran ändern“, sagte etwa Gerhard Winkler. Der 64-Jährige und seine Frau nahmen die Situation gelassen.

Anders Veronika Kuppe: „Wir wurden heute Morgen um 7.30 Uhr durch die Polizei gewarnt. Mein Kater konnte leider nicht mit, ich hoffe dem geht es nachher gut“, zeigte sich die 59-Jährige besorgt. Auch bei Annerose Basedow waren die Gefühle gemischt: „Ich bin eigentlich recht entspannt, aber sowas ruft bei mir auch Erinnerungen wach. Ich habe als Kind selbst Bombardierungen erlebt“, berichtete die 75-Jährige.

Video vom Krater

Der Bombenfund hatte auch Auswirkungen auf den regionalen Bahnverkehr. Die S-Bahnen der Linie 3 von und nach Halle mussten umgeleitet werden. Ab 9.08 Uhr verkehrten sie ohne Zwischenstopp. Für die Bahnhöfe an der Strecke wurde ein Notbusverkehr eingerichtet. Die B6 war in Höhe des Güterbahnhofes ebenfalls gesperrt.

Auch die Druckerei der Leipziger Volkszeitung war betroffen. 30 Mitarbeiter konnten durch die Sperrungen ihren Dienst nicht antreten. Die LVZ Post musste auf 100 Mitarbeiter verzichten. Der Betrieb konnte dennoch aufrecht erhalten werden. Am Flughafen Leipzig/Halle ging hingegen alles seinen gewohnten Gang. Starts und Landungen wurden über die Nordbahn abgewickelt. Sie lag ausreichend weit vom Bombenfundort entfernt. Nachdem alle Sperrungen aufgehoben waren, konnten die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren.

LVZ.de verfolgte das Geschehen mit einem Live-Ticker.

++16.07 Uhr++ Der Straßenverkehr in Wahren rollt wieder und auch die im evakuierten Gebiet wohnenden Anwohner können in ihre Häuser zurück, erklärt Polizeisprecher Uwe Voigt. "Die Sprengung war erfolgreich. Es ist alles wieder freigegeben." Das betrifft auch den Luftraum über dem Sprenggebiet sowie die anliegenden Straßen wie die B 6.

++15.45 Uhr++ Die Bahn meldet, dass die Sperrungen aufgehoben werden können. Der Zugverkehr auf der S-Bahn-Linie 3 von Stötteritz über den Leipziger Hauptbahnhof nach Halle nimmt seinen regulären Betrieb wieder auf.

++15.34 Uhr++ Sprengmeister Holger Klemig sagt: "Es war eine englische 500-Kilo-Bombe. Die Bedingungen waren sehr schwierig, weil die Bombe schwer zugänglich war. Wegen des Langzeitzünders habe ich mich für die Sprengung entschieden. Die Wasserbefüllung brauchte seine Zeit. Neun Tankwagen mussten Wasser bringen."

++15.12 Uhr++ Das war ein gewaltiger Knall und die Dämmung aus Sand und Wassertanks flog wie geplant meterhoch in die Luft.

++15.11 Uhr++ Die Einsatzkräfte fahren jetzt zum Ort der Detonation und schauen sich das Werk des Sprengmeisters an.

++15.08 Uhr++ Ohne Vorwarnung: Die Bombe wurde soeben gesprengt.

++14.54 Uhr++ Alles bereit zum großen Knall: Die Feuerwehr sagt, in den nächsten Minuten wird gesprengt.

++14.45 Uhr++ Neuer Versuch: Die Feuerwehr zieht ab und der Sprengmeister kehrt zurück.

++14.32 Uhr++ Jetzt soll sich die Sprengung noch einmal um eine Stunde verzögern.

++14.25 Uhr++ Es dauert noch immer, die Feuerwehr ist noch unterwegs und die ersten Anwohner werden schon unruhig.

++14.12 Uhr++ Wegen der Verzögerung bei der Sprengung verlängert auch die Bahn den Notbetrieb bei der S3 bis zunächst 16 Uhr.

++13.57 Uhr++ Es reicht immer noch nicht. Die Feuerwehr muss noch einmal nachtanken und die Dämmbehälter weiter füllen. Neuer Termin für die Sprengung: 14.30 Uhr.

++13.44 Uhr++ Die Feuerwehr kehrt vom Befüllen zurück, jetzt dürfte es nicht mehr lange dauern.

++13.39 Uhr++ Jetzt heißt es wieder warten.

++13.37 Uhr++ Die Fotografen haben einen neuen Platz ein paar Meter weiter hinten bekommen. Zuvor standen sie auf der Brücke, die auf dem Foto zu sehen ist. Die Bombe liegt am Ende der Straße, die neben dem Kran entlang führt.

Neuer Standort für die Fotografen.

Quelle: Dirk Knofe

++13.29 Uhr++ Die Polizei ist in Wahren mit 150 Beamten im Einsatz.

++13.22 Uhr++ Unruhe bei Fotografen und Journalisten: Das Ordnungsamt hat die Medienleute jetzt aus Sicherheitsgründen von einer Brücke geschickt, obwohl dieser Standort zunächst für Aufnahmen erlaubt war. Jetzt soll der Sprengmeister entscheiden.

++13.03 Uhr++ Polizeisprecher Uwe Voigt bestätigt: "Es wird erst zwischen 13.45 und 14 Uhr gesprengt, weil die Befüllung noch nicht abgeschlossen ist."

++13.01 Uhr++ Die Feuerwehr fährt gerade zum Sprengort und füllt nun offenbar die Tanks auf.

++12.57 Uhr++ Offenbar verschiebt sich die Sprengung noch etwas, weil die Tanks noch nicht mit Wasser befüllt sind.

 

++12.46 Uhr++ Unser Fotograf Dirk Knofe hat sich an den Sprengort herangetastet, steht aber in sicherer Entfernung. Am Ende der Straße liegt die Bombe. Darüber ist ein Berg aus Sand und Wassertanks gebaut worden.

++12.34 Uhr++ Fotografen, Journalisten und Zaungäste bereiten sich auf den großen Knall vor. Die Objektive werden auf einer Brücke in Stellung gebracht. Einige Neugierige versuchen die Sprengung auch, auf dem Bahnsteig am Haltepunkt in Wahren zu verfolgen.

++12.30 Uhr++ Am Mittwochabend haben die Einsatzkräfte offenbar niemanden mehr in der Schule erreicht, um über die Turnhalle als Rückzugsort zu informieren. Deshalb diente zunächst der Speiseraum als Rückzugsort. Am Vormittag wurde aber alles geregelt und auch die Schulkinder bekommen ihr Mittagessen.

++12.28 Uhr++ In der Paul-Robeson-Schule gibt es auch Entwicklungen. Die dort wartenden 60 Anwohner sind vom Speisesaal inzwischen in die Turnhalle umgezogen und werden dort auch verpflegt.

++12.19 Uhr++ Letzte Lagebesprechung mit Sprengmeister Holger Klemig.

 

++12.03 Uhr++ Von der Evakuierung betroffen ist auch die Druckerei der Leipziger Volkszeitung in Stahmeln. LVZ-Leser müssen sich aber nicht sorgen: Bis zum Andruck heute Abend wird wieder gearbeitet. Morgen liegt wie gewohnt die Zeitung im Briefkasten.

++12.01 Uhr++ Und auch das ist wichig für die Helfer: Die Einsatzkräfte werden vor Ort verpflegt. Es gibt Linsensuppe mit Würstchen.

++11.59 Uhr++ Die Feuerwehr befüllt vor Ort die Wassersäcke zur Dämmung der Explosion. In einen Sack passen zwei Kubikmeter Wasser oder umgerechnet 2000 Liter. Für die gebrauchte Menge sind also 20 Säcke notwendig.

++11.36 Uhr++ Der Flughafen Leipzig/Halle muss sich wegen der Sprengung nicht einschränken. Laut Sprecher Uwe Schuhardt werden alle Starts und Landungen jetzt über die Nordbahn abgewickelt. Sie liegt ausreichend weit von der Bombe entfernt.

++11.35 Uhr++ Der Flughafen in Schkeuditz ist noch geöffnet. Für die Spielerinnen des HC Leipzig heißt es gerade Platz nehmen und anschnallen. Sie starten in wenigen Minuten in Richtung Istanbul.

++11.26 Uhr++ Die Einsatzkräfte vor Ort.

++11.18 Uhr++ In Wahren heißt es jetzt warten. Holger Klemig bereitet die Sprengung vor.

++10.55 Uhr++ Die Sprengung soll um 13 Uhr erfolgen, teilte Polizeisprecher Uwe Voigt mit.

++10.49 Uhr++ Die Anliegerstraßen sind inzwischen abgesperrt. Sprengmeister Holger Klemig (54) will sich um 11.30 Uhr an die Arbeit machen.

Sperrung an der Pater-Gordian-Straße

Quelle: Nadja Neuvoigt

++10.40 Uhr++ Für die Säcke zur Dämmung der Explosion werden 40.000 Liter Wasser benötigt.

++10.35 Uhr++ Bahnreisende aus Halle sind heute sogar schneller in Leipzig. Meldung eines Fahrgastes aus der S-Bahn: "Die S-Bahn der Linie 3 aus Halle trifft um 10.16 Uhr im Leipziger Hauptbahnhof ein - sogar etwas früher als im Fahrplan vorgesehen. Den Pendlern, die auf dieser Stecke seit Wochen unter baustellenbedingten Verspätungen leiden, beschert die Umleitungsstrecke eine überraschende Beschleunigung. Dafür sind alle Zwischenstopps entfallen. Wer zum Beispiel nach Schkeuditz wollte, musste auf einen Notbus ausweichen."

++ 10.32 Uhr ++ Noch einmal zur Evakuierung: Die Beamten kontrollieren noch einmal alle Wohnungen. Dadurch werden auch die Leute abgeholt, die kein Laken aus dem Fenster hängen können.

++10.07 Uhr++ Anwohnerin Annerose Basedow (75, rechts): "Wir wurden bereits gestern Abend über die Evakuierung informiert. Ich bin eigentlich recht entspannt, sowas ruft allerdings auch Erinnerungen an die Kindheit wach. Ich habe damals Bombardierungrn erlebt." Neben ihr sitzt Brigitte Biehle (80). Die Frauen haben sich gerade in der Schulmensa kennengelernt. Der Essenraum füllt sich inzwischen immer mehr.

Annerose Basedow (rechts) und Brigitte Biehle

Quelle: Dirk Knofe

++10.05 Uhr++ Neben der Polizei sind auch die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz vor Ort.

++10.04 Uhr++ Für die Sprengung wird die Bombe mit Wassertanks und Sand abgedeckt. Lastwagen fahren jetzt die Sicherheitshülle an.

++10.03 Uhr++ Der Blindgänger besitzt einen chemischen Langzeitzünder. Eine Entschärfung war nicht möglich, weil die Bombe in fünf Metern Tiefe und in extrem hartem Lehmboden steckt. Der Untergrund hätte mit einem Presslufthammer bearbeitet werden müssen. Das ist natürlich bei der Explosionsgefahr nicht möglich.

++10.01 Uhr++ Bei der Bombe handelt es sich um ein englisches Fabrikat. Der Sprengmeister ist sich nicht ganz sicher. Sie könnte zwischen 250 und 500 Kilo wiegen. Der Sicherheitsbereich ist für 500 Kilo ausgelegt.

++9.55 Uhr++ Jetzt wird auch die neue B 6 gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Hallesche Straße, also über die frühere B 6.

++9.50 Uhr++ Die Evakuierung steht vor dem Abschluss. Die Polizei fährt mit Lautsprecherwagen durch die Straßen. "Wer seine Wohnung nicht aus eigener Kraft verlassen kann, soll ein weißes Laken aus dem Fenster hängen", so die Beamten.

++9.45 Uhr++ Noch einmal zur Orientierung: Hier befindet sich die Bombe.

++9.39 Uhr++ Es sind oft die vermeintlich kleinen Dinge, die die Menschen bewegen.

++9.27 Uhr++ Einige Anwohner sind über die Notunterkunft in der Schule enttäuscht. Sie vermissen einen Imbiss und etwas Wasser.

Der Speiseraum in der Paul-Robeson-Schule.

Quelle: Dirk Knofe

++9.25 Uhr++ Anwohner Gerhard Winkler (64) ist mit seiner Frau in der Schule: "Wir wurden gegen 8 Uhr informiert. Die Beamten waren sehr nett und hilfsbereit. Wir sind eigentlich recht entspannt. Ändern können wir jetzt eh nichts, müssen das beste aus der Situation machen."

++9.20 Uhr++ Anwohnerin Hannelore Pietsch (60): "Ich habe heute Morgen erst gedacht ich träume. Aber dann musste ich ganz schnell raus. Mir ist schon ein bisschen mulmig. 300 Kilo bei der Bombe sind ja nicht wenig. Ich mache drei Kreuze wenn das vorbei ist."

++9.05 Uhr++ Aus Wahren sitzen jetzt 15 Anwohner in der Schule und warten dort die Sprengung ab.

++9.02 Uhr++ Irritation an der Paul-Robeson-Schule in der Jungmannstraße. Dort sollten die Anwohner aus dem geräumten Sicherheitsbereich eine Notunterkunft in der Turnhalle finden und standen seit 8 Uhr vor der Tür. Es war aber nichts eingerichtet. Der Hausmeister hatte ein Herz und ließ die Leute in den Speisesaal.

++9.01 Uhr++ Der nächste planmäßige Flug ist um 12.55 Uhr nach München vorgesehen. Betroffen könnte zudem Frachtflüge von DHL sein.

++9.00 Uhr++ Beroffen sein könnte die Handballerinnen des HC Leipzig. Sie wollen um 11.35 Uhr nach Istanbul fliegen und dann weiter für ihr Europapokalspiel nach Antalya.

++8.54 Uhr++ Während der Sprengung soll auch der Flugverkehr kurzzeitig eingestellt werden. Über die genauen Auswirkungen auf den Flugplan hatte ein Airportsprecher noch keine Informationen.

++8.49 Uhr++ Die Bahn hat am Hauptbahnhof zusätzlich Personal zur Information der Fahrgäste eingesetzt.

++8.30 Uhr++ Die Busse sollen im Halbstunden-Takt fahren. Für eine Runde sind 90 Minuten eingeplant. Die Bahn setzt acht Busse ein, erster Start ist in Leipzig um 9.08 Uhr.

++8.25 Uhr++ Hier sind noch einmal Fotos von der Sprengung im Juli 2014 am alten Postbahnhof in Leipzig.

Im Juli 2014 wurde in der Nähe des alten Postbahnhofs in Leipzig eine Bombe gesprengt.

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++8.20 Uhr++ Nach Angaben der Polizei sind die Straßen im Augenblick noch offen. Nach Abschluss der Evakuierungen werden dann aber nach und nach bis 9.30 Uhr die Sperrungen eingerichtet. Betroffen ist vor allem die Bundesstraße 6. Diese Strecke sollte umfahren werden, raten die Beamten.

++8.13 Uhr++ Die Bahn hat noch einmal die Angaben zur S3 konkretisiert. Die Züge fahren nun doch, werden aber umgeleitet. Von Leipzig-Hauptbahnhof nach Halle-Hauptbahnhof führt die Strecke über den Flughafen. Von Leipzig-Hauptbahnhof nach Halle-Trotha geht es über Delitzsch. Über Zwischenhalte machte die Bahn keine Angaben. Am Morgen verlief der Nahverkehr noch reibungslos.

++7.46 Uhr++ Die Einschränkungen bei der Bahn beginnen um 9 Uhr und sind zunächst bis 13 Uhr geplant. Betroffen ist aber nur die S3. Der Fernverkehr rollt über ein anderes Gleis, sagte ein Bahnsprecher. Zwischen Halle-Hauptbahnhof und Leipzig-Hauptbahnhof richtet die Bahn einen Schienenersatzverkehr ein. Die Busse fahren die gewohnten Haltepunkte der S-Bahn an. Einzige Einschränkung ist Leipzig-Wahren. Dort macht der Bus einen Bogen, weil der Stopp im Sperr-Radius liegt.

++7.40 Uhr++ Es ist nicht die erste Bombe, die in Leipzig gesprengt wird. Im Juli 2014 wurde so in der Nähe des Hauptbahnhofs bereits ein Blindgänger unschädlich gemacht. Die Bilder waren damals spektakulär.

++7.28 Uhr++ Weitere Informationen gibt es auch bei Twitter. Wir nutzen den Hashtag  #wahren1401

++7.20 Uhr++ Die Polizei hat ihre mobile Einsatzzentrale vor dem Haus von Melanie Müller aufgebaut. Die RTL-Dschungelqueen lässt derzeit das ehemalige Bahnhofsgebäude in Wahren für sich ausbauen, wohnt aber noch nicht dort.

++7.10 Uhr++ Rund um den Fundort haben die Sicherheitskräfte einen Sperr-Radius von 750 Metern eingerichtet. Alle Bewohner dort müssen bis 9 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Ruund 300 Personen sind betroffen. Am Mittwoch wurden sie vom Ordnungsamt mit Wurfzetteln in den Briefkästen über die Maßnahmen informiert.Sie finden in der Turnhalle der Paul-Robeson-Schule eine Unterkunft.++

++7.08 Uhr++ Die Polizei hat am Bahnhof in Wahren ihre Einsatzleitung eingerichtet. Jetzt beraten die Beamten die weiteren Schritte vor der Sprengung.

Der Fund

Wie Volker Clauß, Dienstschichtführer beim Lagezentrum der Feuerwehr LVZ.de sagte, ist die Bombe am Mittwoch gegen 12 Uhr von einem speziellen Suchdienst auf dem Gelände zwischen dem S-Bahnhof Wahren und dem Güterzentrum gefunden worden. Das Arealbefindet sich zwischen den Bahnschienen und der Pater-Gordian-Straße. Daraufhin seien Polizei und Feuerwehr informiert worden. Auch der Kampfmittelräumdienst sei schon vor Ort gewesen. Die Bombe ist laut Stadtsprecher Hasberg mit rund 300 Kilogramm relativ groß. Da die Bombe zu zwei Dritteln in der Erde stecke, sei ein Ausbaggern mit anschließender Entschärfung sehr aufwendig, so Hasberg.

Der Fundort in Wahren.

Quelle: Dirk Knofe

Die Sprengung

Die Sprengung der Bombe ist laut Hasberg für Donnerstag um 12 Uhr geplant. Allerdings könne sich die Uhrzeit noch verschieben. Das Ordnungsamt hat die Bewohner der 78 Häuser in der Umgebung der Bombe demnach aufgefordert, ihre Häuser ab 9 Uhr zu verlassen. Um bei der Sprengung herumfliegende Teile zu vermieden, werden laut Feuerwehr vermutlich Wassersäcke auf die Fliegerbombe gelegt. Insgesamt müsse ein Radius von 750 Metern um den Sprengkörper geräumt werden.

Der Verkehr

Während der Sprengung müssen die Bahnlinie von Leipzig nach Halle und die Bundestraße 6 Richtung Schkeuditz gesperrt werden. Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn beginnt die Landespolizei ab 7 Uhr mit den Vorbereitungen, ab 9 Uhr wird dann der gesamte Bahnbetrieb und der angrenzende Straßenverkehr eingestellt. Demnach können die Wagen der S-Bahnlinie 3 nicht verkehren. Ob ein Ersatzverkehr eingerichtet werden kann, war am Mittwochabend noch unklar. Aufgrund der schwierigen Verkehrslage sei das laut dem Bahn-Sprecher aber unwahrscheinlich. Stattdessen könnten die Züge nur Teile der Strecke zwischen Halle und Leipzig befahren und müssten frühzeitig wenden. Über Einschränkungen am Flughafen Leipzig/Halle war zunächst nichts bekannt.

Dauer des Einsatzes

Wie lange der Einsatz dauert, steht derzeit noch nicht fest. Geplant sei eine Sperrung des Geländes bis mindestens 14 Uhr, so der Sprecher der Deutschen Bahn.

luc / jhz /mro /bfi

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