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Frankreich liefert verdächtigen Leipziger aus - Prozess vor dem Amtsgericht

Frankreich liefert verdächtigen Leipziger aus - Prozess vor dem Amtsgericht

Anderthalb Jahre nach dem Erlass eines internationalen Haftbefehls in Leipzig ist Björn S. am 13. August dieses Jahres in Frankreich festgenommen worden. Die hiesige Justiz hatte den 35-Jährigen wegen Betruges und Steuerdelikten gesucht.

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Nachdem Frankreich ihn ausgeliefert hat, wird einem Leipziger nun in seiner Heimatstadt der Prozess gemacht.

Quelle: dpa

Nachdem französische Behörden den gebürtigen Baden-Württemberger schließlich am 28. August nach Deutschland ausgeliefert hatten, wird ihm nun am Leipziger Amtsgericht der Prozess gemacht.

Doch am ersten Tag wollte sich der mehrfach auch wegen Betruges Vorbestrafte - eigenen Angaben zufolge ein selbstständiger Kaufmann - nicht zu den Vorwürfen äußern.

So soll sich Björn S., kaum dass er im November 2007 aus dem Gefängnis entlassen worden war, in einer Nobelwohnung im Waldstraßenviertel eingemietet haben. Er sei in ein 187 Quadratmeter großes Quartier in der Tschaikowskistraße gezogen, für das eine monatliche Kaltmiete von 1589 Euro plus 411,40 Euro Nebenkosten fällig waren, sagte Staatsanwalt Mario Gaitzsch. Das Penthouse sei dem Angeklagten nach seiner damaligen Selbstauskunft, jeden Monat über ein Einkommen von 7300 Euro netto zu verfügen, Ende Februar 2008 überlassen worden. Den Obolus habe er in der Folge jedoch gar nicht oder nur teilweise entrichtet. "Im Januar 2009 folgte die Räumung." Dem Eigentümer, einer holländischen Investorengruppe, war ein Schaden von mehreren Tausend Euro entstanden.

Zudem ist noch eine weitere Anklage gegen S. anhängig. Die kann aus formalen Gründen, wie es am Amtsgericht hieß, jedoch nicht mit dem aktuellen Verfahren verbunden werden. Es geht um Vorwürfe der Steuerhinterziehung, wobei Björn S. mit seinem Vater ins Visier von Steuerfahndern geraten war. Beide Männer auch wurden im August in Straßburg verhaftet (der Ältere soll sich im Schrank versteckt haben) und gemeinsam ausgeliefert.

Dass ihr Mandant Björn S. vor hiesigen Behörden nach Frankreich geflohen sei, wies Verteidigerin Ines Kilian zurück. "Es war keine Flucht. Er hat nur seinen Wohnsitz in Frankreich gewählt." Die Anwältin hielt das Schöffengericht für nicht zuständig, die Anklage für nicht zulässig. Doch die Vorsitzende Richterin Ute Pisecky lehnte beide Anträge ab und beraumte noch mehrere Termine bis zum 3. Dezember an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.10.2013

Sabine Kreuz

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