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Frau stirbt nach Unfall bei Leipzig – Polizei sperrt A 14 für Rekonstruktion

Leipzig-Messegelände Frau stirbt nach Unfall bei Leipzig – Polizei sperrt A 14 für Rekonstruktion

Ein Autofahrer verursacht unter Drogen einen Zusammenstoß, ein zweiter kracht in die Unfallstelle. Dabei wird eine Frau so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus stirbt. Hätte das verhindert werden können? Um das herauszufinden, sperrte die Polizei am Montag die A 14.

Nach einem tödlichen Unfall sperrte die Polizei am Montag einen Teil der A 14, um das Geschehen zu rekonstruieren. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Nach einem schweren Zusammenstoß am vergangenen Dienstag auf der Autobahn 14 ist eine Frau ihren Verletzungen erlegen. Sie saß als Beifahrerin in einem der drei Wagen, die an dem Unfall zwischen den Anschlussstellen Leipzig-Messegelände und Nordost beteiligt gewesen waren, wie die Polizei auf Anfrage von LVZ.de mitteilte. Da der genaue Unfallhergang noch unklar ist, wurde eine Rekonstruktion des Geschehens veranlasst. Dafür sperrten Beamten die Unglücksstelle am Montagmorgen zwischen neun und zehn Uhr für den Verkehr, so Behördensprecher Alexander Bertram. „Dadurch wollen wir herausfinden, inwieweit die Beteiligten das Geschehen mit ihrem Handeln beeinflussen konnten.“

Bisherigen Erkenntnissen zufolge fuhr ein Mann – ohne Fahrerlaubnis und unter Einfluss von Betäubungsmitteln – zunächst auf der rechten Fahrspur Richtung Dresden. Der Unfall ereignete sich dann auf der mittleren Fahrbahn. Dort touchierte er einen zweiten Wagen, drehte sich um sich selbst und blieb stehen. Der Mann zog anschließend seine Beifahrerin aus dem Auto. Währenddessen krachte ein dritter Wagen in die Unfallstelle. Dabei wurde die Frau so schwer verletzt, dass sie einen Tag später im Krankenhaus an ihren Verletzungen starb. Laut Bertram wird derzeit gegen zwei der drei Fahrer ermittelt: gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher und gegen den Mann, der mit seinem Wagen die Beifahrerin erfasste.

Hätte der Unfall verhindert werden können?

Die Auswertung der Rekonstruktion soll nun zeigen, ob einer der beiden hätte anders reagieren können. „Dabei wird mit Farbe oder Kreide an der Unfallstelle aufgemalt, wie die Autos standen.“ Anschließend machen sich Experten ein Bild davon und fotografieren die Unfallstelle. Der Staatsanwaltschaft werden dann die Berichte von Polizei und Dekra vorgelegt.

Sollte es anschließend noch immer Unklarheiten geben, könnte eine umfangreichere Rekonstruktion folgen, so die Polizei. „Dabei werden dann die beteiligten oder ähnliche Fahrzeuge an die Unfallstelle gebracht.“ Ob sich der Aufwand lohne, werde von Fall zu Fall entschieden. Immerhin müsste der fließende Verkehr dafür noch deutlich länger unterbrochen werden als bei den Untersuchungen am Montag. Wie lange es dauert, bis die Ergebnisse der Rekonstruktion vorliegen, konnte Bertram noch nicht sagen.

jhz

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