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Frau vor vier Wochen im Rosental vergewaltigt – Ermittlern fehlt Durchbruch

Verbrechen in Leipzig Frau vor vier Wochen im Rosental vergewaltigt – Ermittlern fehlt Durchbruch

Über dieses brutale Verbrechen sprechen die Leipziger bis heute: Vor vier Woche wurde eine Frau brutal im Rosental zusammengeschlagen und vergewaltigt. Den Ermittlern fehlt noch immer der Durchbruch.

Polizeistreife im Rosental.
 

Quelle: Kempner

Leipzig. Genau vier Wochen nach der brutalen Vergewaltigung im Leipziger Rosental fehlt den Ermittlern weiter der Durchbruch in dem Fall. Die Gefährdungslage wird von den Beamten nach wie vor als hoch eingeschätzt. LVZ-Informationen zufolge befürchten die Kriminalisten, dass der Täter erneut zuschlagen könnte.

„Alle polizeilichen Maßnahmen bleiben bestehen“, sagte Behördensprecher Alexander Bertram. Dazu zählen regelmäßige Streifenfahrten der Fahrradstaffel in der Grünanlage. Unterstützt wird sie nach wie vor vom Stadtordnungsdienst. Die kommunalen Mitarbeiter sind weiter im Drei-Schicht-System unterwegs.

Ermittlungen "mit Hochdruck" geführt

Über den Stand der Ermittlungen macht die Staatsanwaltschaft nur allgemeine Aussagen. „Sie werden nach wie vor mit Hochdruck geführt“, teilte die Behörde mit. Weitere Einzelheiten könnten nicht veröffentlicht werden, da sonst der Ermittlungserfolgt gefährdet werden könne.

Eine Joggerin war am 31. August im Leipziger Rosental schwer verletzt und vergewaltigt worden. Laut Polizei wurde die Frau gegen 9.20 Uhr angegriffen. Nach der Tat konnte der Mann entkommen.

Inzwischen hat die Frau die Klinik nach stationärem Aufenthalt verlassen, bestätigte die Staatsanwaltschaft. Und noch etwas ist inzwischen klar. Das Opfer ist wesentlich älter als bisher angenommen. In den offiziellen Mitteilungen der Polizei wurde sie als „deutlich über 50“ beschrieben. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes seien die Angaben nicht konkreter mitgeteilt worden. Nach LVZ-Informationen ist die Frau 69 Jahre alt. Staatsanwaltschaft und Polizei wollten das nicht bestätigen.

Schlägt Täter erneut zu?

Der Täter wurde zwischen 25 und 35 Jahre alt, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, von stämmiger oder kräftiger Statur, mit dunklen Haaren und dunklem, ungepflegten Bart und als eher südländischer Typ beschrieben. Am Morgen der Vergewaltigung trug er ein Basecap in gedeckten Farben, ein kariertes Hemd mit blauen oder grünen Karos, eine leichte Jacke, eine knielange Hose und Sportschuhe. Die Beamten haben inzwischen ein Profil von ihm und seiner Tat erstellt. LVZ-Informationen zufolge befürchten die Kriminalisten, dass er erneut zuschlagen könnte.

Ein Privatmann hatte eine Belohnung von 10.000 Euro ausgelobt. Er wolle damit dazu beitragen, „dass diese schreckliche Tat aufgeklärt werden kann“, so seine Anwältin. Laut Staatsanwaltschaft seien über diesen Weg allerdings noch keine sachdienlichen Hinweise eingegangen. Die Beamten ermitteln wegen eines Sexualdelikts in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt bestehe dagegen nicht, hieß es.

Von Matthias Roth

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