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Polizeiticker Leipzig Freispruch nach Bombendrohung gegen Leipziger Jobcenter
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Freispruch nach Bombendrohung gegen Leipziger Jobcenter
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23:59 03.07.2014
Freispruch im Prozess um Bombendrohung gegen Leipziger Jobcenter. Quelle: Jan Woitas/Archiv

Wie berichtet, sollte er zunächst 900 Euro Strafe zahlen. Dem Hartz-IV-Empfänger wurde angelastet, per Telefon das Hochgehen eines Sprengsatzes für den nächsten Tag angekündigt zu haben, weil er über seinen Leistungsbescheid sehr verärgert war.

Der Anruf hatte Folgen: Die Behörden-Nebenstelle in der Axis-Passage wurde evakuiert, 330 Mitarbeiter und Besucher des Jobcenters sowie von dort ansässigen Firmen mussten ihre Räume verlassen. Beamte durchsuchten mit Sprengstoffspürhunden das Gebäude an der Georg-Schumann-Straße, gaben nach etwa zweieinhalb Stunden Entwarnung (die LVZ berichtete).

Doch Tino K. bestritt die Vorwürfe, legte gegen den Strafbefehl über 90 Tagessätze à 10 Euro Einspruch ein. Er behauptete, lediglich gesagt zu haben, dass er vor Wut wie eine Bombe platzen könne - im Sinne von: aus der Haut fahren.

Die Jobcenter-Angestellte, welche den Anruf entgegengenommen hatte, und eine Sachbearbeiterin konnten vor Gericht diesen Wortsinn nicht völlig ausschließen, hatten keine konkrete Erinnerung mehr. Die angeklagte Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten war somit nicht zweifelsfrei nachzuweisen. Richterin Gudrun Engelhardt sprach den Angeklagten aus diesem Grund frei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.07.2014

Döring, Frank;Kreuz, Sabine

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