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Früherer sächsischer Regierungssprecher zieht gegen Bußgeldbescheid vor Gericht

Verkehrssünder Früherer sächsischer Regierungssprecher zieht gegen Bußgeldbescheid vor Gericht

Ein Autofahrer, der geblitzt wird, ist verärgert. Und sein Ärger ist umso größer, wenn zur Geldstrafe noch Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei oder gar Führerscheinentzug drohen. Ein Schicksal, das Michael Sagurna, früherer sächsischer Regierungssprecher und 2007/08 Chef der Dresdner Staatskanzlei, ereilen könnte.

In Flensburg kein Unbekannter: der frühere sächsische Regierungssprecher Michael Sagurna.

Quelle: LVZArchiv

Leipzig. Ein Autofahrer, der geblitzt wird, ist verärgert. Und sein Ärger ist umso größer, wenn zur Geldstrafe noch Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei oder gar Führerscheinentzug drohen. Ein Schicksal, das Michael Sagurna, früherer sächsischer Regierungssprecher und 2007/08 Chef der Dresdner Staatskanzlei, ereilen könnte. Denn am 10. November 2014 war der 59-Jährige in der Leipziger Adenauerallee mit Tempo 75 in eine Radarfalle gefahren, bei zulässigen 50 Kilometer pro Stunde. Abzüglich einer Toleranz blieb eine Geschwindigkeitsübertretung von 22 Kilometer pro Stunde, die 80 Euro kostet und ihm einen Flensburg-Punkt einbringt. Gegen den Bußgeldbescheid zog der heutige Präsident des Medienrates der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien vors Amtsgericht.

Beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg ist Sagurna derweil kein Unbekannter. Der letzte Eintrag datiert vom Februar 2013. Auch ein Fahrverbot gebe es schon, zitierte die Amtsrichterin gestern aus dem Punktekonto des Ex-Regierungssprechers. Sagurnas Anwältin schließt Messfehler diesmal allerdings nicht aus. Es geht um technische Feinheiten, etwa um die Fotolinie, die auf dem Blitzer-Bild nicht zu identifizieren sei und die korrekte Einstellung des Messsensors mithilfe einer Neigungswasserwaage.

Einwände, die sowohl die Richterin als auch der als Zeuge geladene Polizei-Angehörige des Messtrupps aus früheren Verfahren schon zur Genüge kannten und für unzutreffend erachten. Dennoch blieb Rechtsanwältin Lina Addicks bei ihren Zweifeln: "Mir fehlt der Nachweis, dass die gemessene Geschwindigkeit der tatsächlich gefahrenen entspricht."

Die Verhandlung wurde daraufhin auf den 21. September vertagt. Bis dahin sollen die technische Gebrauchsanleitung für das Messgerät sowie dessen Zulassung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt vorliegen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.09.2015

Klaus Staeubert

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